Schönebeck | Im kleinen Rahmen hat am Vormittag Standesbeamtin Marion Koppelin die Ehe der beiden im ehemaligen Wachturm „Prinz“ in Barby geschlossen – das achteckige Teehäuschen bietet nur Platz für bis zu 15 Personen. Viel größer wurde die Runde dann am Nachmittag. Superintendent Matthias Porzelle traute sie in der fast voll besetzten St.-Johannis-Kirche Bad Salz-elmen. Vor dem Gotteshaus erwartete das frisch vermählte Ehepaar Knoblauch eine große Abordnung der Feuerwehren der Stadt Schönebeck sowie Vertreter der Verwaltung. Nachdem sie durch ein Spalier aus mit Druckluft gefüllten C-Schläuchen gegangen sind, mussten sie Hand anlegen und ein gutes Miteinander beweisen. In diesem Fall galt es, keinen Baumstamm, sondern einen ausgedienten A-Saugschlauch zu durchsägen. Braut und Bräutigam schlugen sich tapfer. Groß gefeiert wurde dann im „Rautenkranz“ in Barby. Und nun? Nun geht es erst einmal in die Flitterwochen. Vielmehr sei es eine Woche, die die beiden ins Warme führt, erzählen sie.

Wer sich jetzt fragt, warum der Schönebecker Stadtchef in Barby heiratet und feiert ... Seine Frau ist dort aufgewachsen und wohnt dort – gemeinsam mit ihrem Mann. Und einem Barbyer haben sie auch ihr Kennenlernen zu verdanken. Der ehemalige Bürgermeister Jens Strube ist es gewesen, der Bert Knoblauch am 1. Januar 2017 eingeladen hatte, doch mal zum Neujahrspaddeln nach Glinde zu kommen. Dort war auch seine Susanne. „Da habe ich sie das erste Mal gesehen und gedacht, solche Frau müsstest du mal kennenlernen“, erinnert er sich an das Aufeinandertreffen. Da es keine Zufälle im Leben gibt, war es wohl Schicksal, dass sie sich gut einen Monat später wieder begegneten. Wieder in Glinde. Zur Lichtmess. Sie sahen sich, kamen ins Gespräch – und fanden Gefallen aneinander. Es folgten unzählige Handy-Nachrichten und Treffen. Dann an Rosenmontag in Barby beim Fasching das erste öffentliche Bekenntnis – Susanne (damals noch) Weckner und Bert Knoblauch zeigten sich als Paar. Sie verliebten sich, verbringen seitdem jede freie Minute miteinander. Sie sind glücklich, dass das Zusammenleben als Patchwork-Familie so gut klappt. Ihre Kinder Johannes (23), Gregor (19), Tilman (16) und Jette (8) verstehen sich super.

Sie wissen recht schnell, dass sie einander heiraten wollen. Im September 2018 gesagt – am Sonnabend nun getan.

Was sie an den anderen besonders schätzen? „Bert ist so herzlich und liebenswert“, sagt die 42-Jährige, die in der Stadtverwaltung Wolmirstedt arbeitet. „Ich mag ihre offene, ehrliche, lebensbejahende, fröhliche Art“, so der 46-Jährige. Beide seien sie Familienmenschen – es passe einfach alles.(hl)