Schönebeck (ok) l In diesen Tagen werden sicher an vielen Orten Hotlines eingerichtet, an denen man sich aktuell informieren über behördliche Anordnungen und Hinweise zum Umgang mit der Einschränkung des normalen Alltags erhält. Aber mit wem kann man denn reden, wenn man alleine zuhause ist? Was ist, wenn mir etwas fehlt? Mit wem soll man über seine Not und Angst sprechen? Mit wem kann man seine Sorgen teilen?

„Am Schönebecker FÜRsorge-Telefon“ der evangelischen Kirchengemeinde sind Sie mit Menschen verbunden, die sich Zeit nehmen und Ihnen zuhören. Sie können erzählen, was Sie beschäftigt und Ihnen die Kraft raubt. Wenn Sie etwas ganz Konkretes brauchen, können wir versuchen, Hilfe zu organisieren“, schreibt Pfarrer Johannes Beyer.

Was in der aktuellen Situation nicht geht, sind Hausbesuche oder ein Spaziergang. Aber man möchte den Menschen zuhören. Und es werden Auskünfte erteilt, wo Gottesdienste übertragen werden.

Interessierte erreichen am „FÜRsorge-Telefon“ nicht immer dieselben Menschen, aber ein Team, das untereinander verbunden ist. „Wir bieten auch an, mit Ihnen und für Sie zu beten. Entweder gleich am Telefon – oder wir notieren, wenn Sie möchten, Ihren Gebetswunsch auf einem Kärtchen und heften ihn (anonym) an die Gebetswand in der Jakobikirche“. so der Pfarrer. Jeden Mittwoch um 18.30 Uhr sollen in der offenen Jakobikirche diese Gebete vor Gott gebracht werden.

Das „Schönebecker FÜRsorge-Telefon“ ist unter der Rufnummer (03928) 423153 zu erreichen. Ist ist täglich jeweils eine Stunde am Vormittag und eine Stunde am Nachmittag geschaltet: nämlich von 10 bis 11 und von 17 bis 18 Uhr. Start ist am morgigen Freitag.