Schönebeck l Der Anspruch der Imuset-Mitglieder ist ziemlich hoch. Mit der Notsanierung im vergangenen und der bevorstehenden in diesem Jahr peilen sie gemeinsam mit den Baufirmen ein Ziel an, das wegweisend ist. „Wir wollen die Baugebäude so schützen, dass sie die nächsten 150 Jahre halten“, erklärte Georg Plenikowski, Präsident von Imuset.

Die nächsten Generationen, die das Museum also einmal übernehmen, sollten sich dann um die eigentliche Aufgabe kümmern und sich nicht mit desolaten Fenstern, Löchern in Dächern und bröckelnden Fassaden beschäftigen müssen. Insgesamt – in Jahresscheiben 2017 und 2018 – werden etwa 1,6 Millionen Euro verbaut. „Das Schlimmste ist geschafft“, so Plenikowski und bezieht das auf das komplizierte Dach der großen EMS-Halle. Das ist nun dicht, aber noch nicht ganz fertig.

Eine Halle voller Gerüste

In der Halle sieht es derzeit wie in einem Hochregallager aus. Überall stehen Gerüste. Doch vor dem geistigen Auge haben die Imuset-Mitglieder bereits alles abgebaut, aufgeräumt und neu gestaltet. Am Sonnabend, 12. Mai, einen Tag vor dem Tag der Industriekultur, soll das Museum in der Thälmannstraße nämlich wieder eröffnen. Bis dahin ist aber noch allerhand zu tun.

Das bezieht Georg Plenikowski nicht nur auf das Herrichten der Ausstellung, sondern auf den weiteren Teil der Notsanierung. Rund 900.000 Euro sollen in den nächsten Monaten nochmals verbaut werden: Das Wohnhaus des Betriebsingenieurs steht auf dem Plan genauso wie die Fenster und die Fassade der EMS-Halle. Der Weg dorthin war nicht so einfach: Zuletzt schaltete sich Landesbauminister Thomas Webel persönlich ein und machte in einer Einzelentscheidung deutlich, dass die Förderung auch ohne Eigenanteil bestehen bleibt. „Dafür sind wir sehr dankbar“, so Plenikowski.

Mit den Ausschreibungen für die Arbeiten in diesem Jahr wird jetzt begonnen. Der Präsident des Museumsvereines denkt, dass etwa im März oder April Baubeginn sein wird. „Bei der Fassadengestaltung werden wir selbstverständlich mit der Eingangsseite anfangen. Es ist eben der erste Eindruck, den Besucher von unserem Haus gewinnen“, erklärt Plenikowski.

Fenstersanierung wird Herausforderung

Eine große Herausforderung wird die Fenstersanierung. Teilweise werden diese komplett erneuert, teilweise aufgearbeitet. „Jedes Stück ist dann Handarbeit.“ Qualität steht bei den Imuset-Freunden an erster Stelle. Schließlich sollen auch die neuen Fenster weit eine halbe Ewigkeit halten.

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