Barby l Einiges, so hatte es Bürgermeister Torsten Reinharz (parteilos) bereits in seinem Interview mit der Volksstimme zum Jahreswechsel angekündigt, hat die Stadt für das Jahr 2019 in der Einheitsgemeinde und der Stadt Barby vor. Umgesetzt werden soll zum Beispiel der komplette Wechsel von Straßenlaternen hinzu energiesparenden Leuchten, und zwar in allen Ortsteilen von Barby. Mit den konkreten Gesprächen, Entscheidungen und Berechnungen, welche Laternen dafür eingesetzt werden, soll es im März losgehen.

Es sind 1800 Laternen, die in Barby laut dem Bauamtsleiter Holger Goldschmidt (SPD), dafür ausgewechselt werden müssten. Dabei sei aber noch einiges zu beachten. „Vor uns liegt noch viel Arbeit, bis es dazu kommt“, so Goldschmidt. Das Thema wird laut Goldschmidt eines der führenden in der Haushaltsdebatte diesen Jahres in der Einheitsgemeinde sein. Bevor die genaue Umsetzung entschieden wird, wird der Bauausschuss sich zunächst des Themas annehmen.

Warmes Licht für Altstadt

Wettbewerbskonform wird die Ausschreibung für die Investition auch im Stadtrat diskutiert und entschieden werden. Eine Problemstelle, die noch zu diskutieren ist, ist laut Goldschmidt, dass, besonders für die Altstadt von Barby, kein grelles, sondern eher ein warmes Licht gefunden werden soll.  „Wir müssen die Bewohner dabei ja auch mitnehmen“, so der Bauamtsleiter. Ein Bedürfnis sei es dabei auch, gegen die Lichtverschmutzung in den Städten anzukämpfen und für eine Wohlfühlatmosphäre zu sorgen. Die Leuchten sollen deshalb nicht zu aufdringlich sein. „Soweit es geht, wollen wir die Wünsche der Bürger umsetzen“, sagt Goldschmidt.

Bürgermeister Torsten Reinharz spricht von zwei Varianten, die für die neue, energiesparende Gestaltung der Straßenbeleuchtung in Barby in Frage kommen. Eine Version wäre eine energiesparende Straßenbeleuchtung zum Dimmen, die andere LED. „Das Für und Wider beider Varianten ist dann im Bauausschuss abzuwägen“, so Reinharz.

Bauausschuss entscheidet ab März

In den Bauausschüssen werden zusätzlich lokale Experten, wie Ingenieure und Elektriker, ihre Meinung dazu abgegeben, welche Beleuchtung für Barby dabei am sinnvollsten wäre, sagt Goldschmidt. „Wir wissen noch nicht genau, wohin die Reise geht“, äußert der Bauamtsleiter. Die Umrüstung auf die energiesparenden Lampen sei bereits von langer Hand geplant. Auch Bürgermeister Torsten Reinharz sagt, dass man unabhängig von der Umrüstung in anderen Gemeinden bereits lange die Umstellung auf energiesparende Lampen geplant hätte. „Und jetzt gehen wir es endlich an“, so der Bürgermeister der Stadt Barby.

In anderen Gemeinden und Städten im Salzlandkreis wurde das Umstellen auf eine energiesparende Straßenbeleuchtung bereits angegangen. Calbe hat sich zum Beispiel für die Umrüstung auf LED-Lampen entschieden.  2018 wurde mit den Bauarbeiten begonnen, die Umstellung soll bis 2020 abgeschlossen sein. Dort hatte der Bürgermeister gesagt, dass durch den geringeren Energieverbrauch und durch günstigere Wartungskosten mit der Umstellung auf die LED-Leuchten jährlich rund 100.000 Euro eingespart werden. 50 Prozent der städtischen Beleuchtung sollen in Calbe ausgetauscht werden. In der Gemeinde Bördeland ist die Umstellung für alle sieben Ortschaften bereits abgeschlossen worden. Im Juni und Juli wurden die Leuchten in ausgetauscht und etwa 600.000 Euro dafür investiert.

Der Bürgermeister der Gemeinde, Bernd Nimmich (SPD), hat zum Baustart die Investition als doppelten Gewinn gesehen: „Durch die Einsparung von Energie gewinnen Bürger und Umwelt gleichermaßen. So werden die Umweltbelastung und die Belastung der Gemeindekasse zukunftsorientiert gering gehalten."