Schönebeck l „Ihre Internetseite ist sehr unleserlich und unaufgeräumt programmiert. Dazu noch der Adobe Flash Player, der laut Fachleuten schon seit Jahren nicht mehr auf Internetseiten mit eingebunden werden soll. Einfach nur schlecht gemacht das Ganze“, motzt ein Schönebecker über den „Sags-uns-einfach-Melder“ der Stadt. Doch diese Kritik muss sich die Stadtverwaltung nicht länger gefallen lassen.

Denn: Die Stadt Schönebeck hat ihren Internetauftritt rundum modernisiert. Am Donnerstag ist die neue Website online gegangen. Die Planung dafür hat schon im Jahr 2017 begonnen. Umgesetzt wurde das Projekt im Zeitraum 2019 bis 2020 in Kooperation mit dem IT- und Mediendienstleister „Brain-SCC“ aus Merseburg, informiert Matthias Zander aus der Pressestelle der Stadt. Die Kosten belaufen sich auf rund 19.500 Euro.

Optische Verbesserungen

„Unsere alte Website war nicht mehr zeitgemäß. Die neue bietet optische Verbesserungen, ist übersichtlicher und nutzerfreundlich gestaltet“, begründet Oberbürgermeister Bert Knoblauch (CDU) die Neugestaltung.

Optisch wurde sich dabei an den Stadtfarben orientiert. Rot ist also eine durchaus dominante Farbe auf der Website. Generell wurde das Design insgesamt moderner. Die Bilder werden größer angezeigt, in den Aufklappmenüs finden sich die Links zu den wichtigsten Themen. Matthias Zander bezeichnet dies als eine aufgeräumte Nutzeroberfläche. „Jetzt ist es viel leichter etwas auf der Website zu finden. Vorher war zwar auch alles da, aber mitunter etwas versteckt“, so Zander.

Alte Inhalte übertragen

Des Weiteren wurden über 1000 Seiten, rund 8000 Artikel, etwa 2000 Bilder und Dokumente sowie 350 Adressen aus der alten Website in die neue übertragen. Auf der neuen Website sind also auch noch die „alten“ Inhalte zu finden.

Eine weitere Neuerung sind die sogenannten „Top-News“. Dabei handelt es sich um zwei Meldungen beziehungsweise Beiträge, die die Stadt als besonders relevant betrachtet. Diese werden prominent auf der Website platziert. Nach wie vor gibt es aber unter dem Reiter „Aktuelles“ auch noch weitere Veröffentlichungen auf der Website.

Virtuelle Karte

Erwähnenswert ist auch, dass jetzt bei zahlreichen Angeboten eine virtuelle Karte eingebunden wurde. „So können wir beispielsweise Straßensperrungen deutlich besser darstellen und der Nutzer sieht direkt, wo Straßen gesperrt sind“, sagt Matthias Zander. Auch Sehenswürdigkeiten, Schulen oder Spielplätze können auf der Karte eingesehen werden.

Mit der neuen Website hat sich die Stadt auch auf zukünftige Serviceangebote vorbereitet. Die technischen Voraussetzungen für Online-Terminvereinbarungen wurden geschaffen. Auch Bürgerbeteiligungsverfahren sind somit technisch möglich. Dies könnte zum Beispiel bei der Benennung oder Widmung von Straßennamen als Abstimmungswerkzeug genutzt werden.

Sichere Verschlüsselung

Darüber hinaus wurde Schönebecks neue Seite unter Beachtung des „Responsive Webdesign“ programmiert. Hinter diesem Begriff verbirgt sich die Eigenschaft, dass sich die Website an das vom Nutzer verwendete Endgerät (Computer, Tablet, Smartphone) anpasst. Durch eine neue Verschlüsselungstechnik sei die neue Seite auch sicherer als die Vorgänger-Variante, erklärt Matthias Zander.

Weil Inhalte und Technik derzeit noch im Startstadium sind, bittet die Stadtverwaltung um Geduld und Verständnis, falls es noch irgendwo hakt. „Eventuelle Fehlfunktionen aber auch wichtige Aktualisierungen können die Nutzer an die neue Adresse Presse@schoenebeck-elbe.de mailen“, so Zander.