Zens l „Das wird toll“, sagt Wolf-Michael Feldbach mit leuchtenden Augen. Seine Frau Bärbel nickt und schmunzelt. Beide freuen sich schon riesig auf Pfingstsonnabend, 8. Juni. Und die Vorfreude teilen sie mit vielen anderen, für die der Termin auch gesetzt ist: Pfingsten geht es nach Zens. Im Garten von Feldbachs gibt es dann „Dixieland non stop“ auf die Ohren und für die Augen.

Zens ist eine von vielen „Klänge im Raum“-Stationen. Die Konzertreihe ist ein Förderprojekt des Landes und bringt Musik ins Salzland. Von klassisch bis modern. Ob im Industriemuseum Schönebeck, im Lokschuppen Staßfurt oder in verschiedenen Kirchen. Mittlerweile zum 26. Mal.

"Hardt Stompers"

Doch zurück nach Zens: In diesem Jahr gastiert die Band „Hardt Stompers“ aus Reutlingen (Stuttgart). Die Jazzer spielen Stücke aus den frühen Jazzjahren, gemischt mit verjazzten deutschen Schlagern und kreolisch-karibischen Rhythmen. „Die Musiker spielen schön sauber. Auch vierstimmigen Satz-Gesang. Das habe ich noch nie gehört. Da zuzuhören, tut richtig gut“, schwärmt Wolf-Michael Feldbach. „Dazu ein bisschen südamerikanische Rhythmen ...“, so Bärbel Feldbach.

Bilder

Die beiden haben die Gruppe zwar noch nicht live erlebt, aber schon einiges von ihnen im Internet gesehen. Und sie sind begeistert. „Wir schauen immer beim Dixieland-Festival, welche Bands da so auf dem Programm stehen und suchen dann nach ihnen im Netz, um zu hören, wie sie spielen“, erzählt er. „Das soll jetzt nicht überheblich klingen: Aber ein bestimmtes Niveau sollten die Musiker schon haben, die hier bei uns in Zens auftreten. ,Dixieland non stop‘ gibt es ja im 23. Jahr und da wissen wir und unsere Gäste schon, was gut ist.“ Ja, wenn die Leute Pfingsten nach Zens kommen, sollen sie richtigen Dixieland hören. Das erwarten sie, und das wollen Feldbachs auch bieten.

Stammpublikum

Sie hätten immer zwei, drei Favoriten. „Die ,Hardt Stompers‘ sind unsere erste Wahl gewesen. Sie waren ganz freundlich am Telefon und haben gleich zugesagt“, erzählt Wolf-Michael Feldbach. Oft würde er bei solchen Anrufen spüren, wie verdutzt die Künstler schauen nach dem Motto: Im Garten sollen wir spielen? „Aber wenn wir dann aufzählen, wer schon alles da war, sagen sie meist sofort zu“, sagt er und erinnert an Auftritte von Jörg-Hegemann-Trio, Axel Zwingenberger oder Damenorchester Salome. „Eine Band hat auch schon von sich aus angerufen und gefragt, ob sie bei uns spielen darf.“

Unter den jährlich gut 400 Besuchern gehört ein Großteil zum Stammpublikum. Die ersten sind schon zwei Stunden eher im Garten mit einem guten Platz und einen guten Blick auf die Terrasse zu haben, die sich dann für einige Stunden in eine Bühne verwandelt. Und auch in diesem Jahr können Feldbachs wieder auf zahlreiche helfende Hände bauen. Die Heimatfreunde Zickenzens werden in bewährter Weise für das leibliche Wohl sorgen. Der beliebte Zwiebelkuchen wird nicht fehlen – versprochen. Die Ausstellung bestreitet in diesem Jahr Thomas Riedel aus Barleben. Von ihm sind Fotos zu sehen.

Eintrittskarten an der Abendkasse, weitere Infos bei der Mitteldeutschen Kammerphilharmonie, Telefon (03928) 40 04 29.