Baumpflanzung

Nach Sturmschaden nun "Ausgleichzahlung" - 400 neue Bäume in Eggersdorf gepflanzt.

Die Gemeinde Eggersdorf im Salzlandkreis soll grüner werden. Etliche neue Bäume finden einen neuen Platz im Boden.

Von Von Klaus-Dieter Schmidt

Eggersdorf. Eggersdorf wird grüner! So könnte man die durchgeführte Baumpflanzaktion rund um das Dorf im März bezeichnen. Es handelt sich dabei um eine Ausgleichs- und Ersatzmaßnahme, die aufgrund eines sogenannten Fallwindes im Juni 2018 sich erforderlich machte. Bei diesem Unwetter sind 127 Pappeln auf einer Strecke von rund 2,5 Kilometern zum Opfer gefallen. Wie Streichhölzer hat es die 60 bis 70 Jahre alten und im optisch guten Zustand befindlichen Bäume auf die umliegenden Wege und Ackerflächen umgelegt.

Ein Unwetterschaden von immenser Größenordnung lastete auf der Gemeinde. Zu der Zerstörung des naturellen Umfeldes am Röthe- und am Mortzgraben kamen noch finanzielle Belastungen, die für die Beseitigung des Bruchholzes erforderlich waren.

Mit Hilfe des zuständigen Unterhaltungsverbandes Elbaue und der unteren Naturschutzbehörde des Kreises wurde nun eine Lösung gefunden. Der Gemeinde wurden 400 Bäume als Ausgleichspflanzung nach dem Sturmschaden zur Verfügung gestellt. Da eine Neubepflanzung an den besagten Grabenrändern, bedingt durch die vielen Wurzelstümpfe, schlecht möglich ist, erfolgten nun Neuanpflanzungen an den Feldwegrändern in der Eggersdorfer Gemarkung und im Ortskern. So wurden die Feldwege in Richtung Salzelmen und der Weg zu den Schachtteichen mit Eichen-, Linden- oder mit Erlenbäumen versehen. An den Grabenrändern von Röthe und Mortzgraben kann sich der Wildwuchs des einstigen Baumbestandes weiter entwickeln und dem Niederwild Schutz bieten.

Zur Verschönerung des Dorfbildes wurden noch zusätzlich in Bördelands Ortsteilen Bäume gepflanzt. So erfolgte auf dem Eggersdorfer Friedhof eine Neuanpflanzung von 14 Bäumen. Auch vor der Sporthalle, dem Wohnblock und in der Bahnhofstraße wurden noch zusätzliche Baumpflanzungen vorgenommen.

Eine Firma aus Quedlinburg mit Unterstützung der Gemeindearbeiter Günter Dübecke und David Ekruth führten die Arbeiten durch. Jetzt kommt es darauf an, die Bäume hinreichend zu bewässern, denn die Kosten für einen Baum belaufen sich auf etwa 300 Euro im Schnitt.