Schönebeck l Seit zwei Jahren geht es nun wieder bergauf. Die Mitgliederentwicklung der Ortsgruppe des Naturschutzbundes (Nabu) verläuft positiv. Darauf machte der Vorsitzende der Gruppe, Michael Wunschik, in seinem Tätigkeitsbericht während der Mitgliederversammlung aufmerksam. Waren Anfang 2016 noch 68 Frauen und Männer angemeldet, sind es inzwischen 74.

Diese Entwicklung ist nicht ohne Grund und kann sich die Naturschutzgruppe selbst als Erfolg an die Brust heften. „Wir haben vor fast zehn Jahren die Nabu-Gruppe Schönebeck gegründet. Mit Stolz können wir auf eine vorzeigbare Naturschutzarbeit verweisen“, teilt Michael Wunschik mit. Nicht wie andere Naturschutzorganisation in Sachsen-Anhalt, die fast missionarisch auftreten und Projekte von Land und Bund mit Klagen überziehen, hat sich der Naturschutzbund – zumindest im Schönebecker Bereich – zu einem akzeptierten Partner entwickelt: in der Sache der Natur verpflichtet, dennoch moderat. In Schönebeck sind die Naturschützer nicht die „natürlichen Feinde“ von Verwaltungen und Institutionen, sondern Partner auf Augenhöhe – was nicht zuletzt auch von den handelnden Personen abhängig ist.

Zig Aktivitäten

Im weiteren Verlauf der Mitgliederversammlung wurden Berichte über die Tätigkeit im vergangenen Jahr, über die Finanzen und über die Kassenprüfung abgehalten. Insbesondere der Bericht des Vorstandes, der Tätigkeitsbericht, nahm wie immer länger Zeit in Anspruch, um alle Aktivitäten im Jahresverlauf darzustellen.

Hannelore Ziepert vom Grünflächenamt der Stadt Schönebeck überbrachte Grüße und Glückwünsche von Oberbürgermeister Bert Knoblauch. Er konnte diesmal nicht teilnehmen, da zeitgleich der Neujahrsempfang stattfand. Hannelore Ziepert nutzte die Gelegenheit, um auf „grüne“ Planungen im Stadtgebiet hinzuweisen.

Arbeitsplan

Im weiteren Verlauf der Versammlung erfolgte die Vorstellung des Arbeits- und Veranstaltungsplanes 2018. Folgende Schwerpunkte und Maßnahmen (Auszug) setzen sich die Mitglieder im Jahr 2018:

● Schwalbenturmgarten und Nachtigallenoase: Für den Schwalbenturmgarten und die Nachtigallenoase sollen Arbeitskräfte gewonnen und Pflanzungen vorgenommen werden. Für die Oase ist zusätzlich der Erwerb von zwei Bienenvölkern vorgesehen, der Ersatz eines Eingangsschildes und die Einführung eines Wiesenmanagements.

● Aktion „Rolfi“: fachliche Beratung bei der Gestaltung und Umsetzung der Außen- und Grünanlage für den Bau eines Hundezwingers auf dem Gelände des Tierheims.

● Stadt Schönebeck: Kon-trolle Fledermaus-Winterquartier im alten Brauereikeller Hummelberg, Begleitung und Umsetzung von Artenschutzmaßnahmen, energetische Sanierung Kollwitz-Grundschule, Nistkästen mit Kamera beim Ersatzneubau Kita „Am Gänsewinkel“, Elbebadetag.

● Stadtwerke Schönebeck: Vorschläge für das Volksstimme-Projekt „Schüler machen Zeitung“, Kauf von Bienenvölkern, Sämereien und diversen Anschaffungen, Erneuerung der Schaukästen für den Heimattiergarten „Bierer Berg“.

● Kontakte zu Einrichtungen: Weiterführung des Projektes „Waldfüchse“ (Kita „Knirpsenland“), Heimattiergarten „Bierer Berg“, der Bienenlehrgarten des Verbandes der Gartenfreunde Schönebeck und die Beratung eines zukünftigen Bienengartens für die Städtische Wohnungsbau GmbH.

● Nabu-Ortsgruppe: Verlängerung der Tierpatenschaft (Schleiereule), Beteiligung „Schwalbenfreundliches Haus“ und andere Vereinsangelegenheiten.

Verabschiedet wurde ein umfangreiches Veranstaltungsprogramm. Die nächsten beiden Termine sind am 2. Februar ab 14 Uhr die Kontrolle der Fledermaus-Winterquartiere und am 23. Februar der Vortrag im Hotel „Domicil“ von Michael Wunschik: „Der Star – Vogel des Jahres 2018“.

Die Schönebecker Ortsguppe im Internet unter der Adresse: www.nabu-schoenebeck.de