Beispiele für bienenfreundliche Gartengewächse

Wo wächst welche Pflanze für die Bienen am besten?

Ein Überblick für bienenfreundliche Gartengewächse:

Blumenbeet: Schafgarbe, Akelei, Lavendel, Lupine, Wilde Malve, Astern, ungefüllte Dahliensorten

Gemüsebeet: Ackerbohnen, Kleearten, Borretsch, Ringel-blumen, Kürbisgewächse, Zwiebeln, Kohl, Möhren, Gewürzkräuter

Balkon: Goldlack, Kapuzinerkresse, Verbene, Männertreu, Wandelröschen, Löwenmäulchen, Küchenkräuter (Salbei, Rosmarin, Lavendel, Pfefferminze, Thymian)

Bäume und Sträucher: Schlehe, Pfaffenhütchen, Kornelkirsche, Weißdorn, Stachelbeere, Himbeere, Brombeere, Johannisbeere, Wilder Wein, Efeu, ungefüllte Kletterrosen

Quelle: Naturschutzbund

Schönebeck l Zeitlupe war das nicht gerade. Als der Winter sich verabschiedete, hat die Natur den Frühling förmlich übersprungen und ist gleich in den Sommer-Modus übergegangen. „Die Natur ist förmlich explodiert“, stellte Karlheinz Schuppe von der Schönebecker Ortsgruppe des Naturschutzbundes (Nabu) am Sonnabend bei einem Gespräch mit der Volksstimme fest.

Er und weitere Mitglieder des Verbandes waren Gastgeber für einen Nachmittag bei schon sommerlichen Temperaturen und schauten so fast zurück auf das Thema „Erlebter Frühling mit Hummel und Co.“ Mit der Frühlingssonne erwachen nämlich auch die Insekten. Sie sind in diesen Tagen auf der Suche nach Nahrung. Die kleinen (und teilweise auch recht großen) Blütenbesucher fliegen gezielt Frühblüher an, um sich am Nektar zu stärken. Neben den bekannten und weit verbreiteten Frühblühern bieten vor allem wilde heimische Pflanzenarten wie Weiden oder Taubnesseln erste Stärkungen, so der Nabu.

Geeignete Pflanzen

Doch die Blütenbesuche nehmen seit einigen Jahren ab. Wildbienen - es gibt in Deutschland 585 Arten - und andere Fluginsekten finden kein ausreichendes Nahrungsangebot in den warmen Monaten mehr. Wildkräuter an Wegesrändern, Feldrainen, Wiesen, Gärten und öffentlichem Grün sind oft nicht erwünscht, werden bekämpft oder erliegen den hohen Mahdintervallen, die eine längere Blühphase oder gar Samenreife ausschließen. „Wir müssen den Bienen wieder Zeit und Raum zum Vermehren geben“, machte Gudrun Edner vom Nabu deutlich. Die Naturschützerin kritisierte unter anderem das Einheitsgrün im Stadtgebiet und dass Wiesen einfach zu schnell abgemäht werden. „Dadurch zerstört man die Nahrungsquelle von Insekten und gibt auch noch unnütz Geld aus“, so Edner, die vorschlägt, lieber nur einen kleinen Streifen am Weg zu mähen und den Rest stehen zu lassen.

In der Nabu-Nachtigallenoase finden Insekten die für sie geeigneten Pflanzen in vorbildlicher Weise vor, um Nahrung aus den Blüten bis zum Herbst zu erlangen oder sie für ihre Entwicklung zu nutzen. Wie die Nabu-Mitglieder berichten, gehen inzwischen auch Wohnungsverwalter der Stadt davon ab, all zu schnell den Rasen zu mähen, sobald sich die erste Löwenzahnblüte in den Himmel reckt. Aber das, so Gudrun Edner, sei leider noch die Ausnahme.