Schönebeck l „Es ist schön in Schönebeck“, diesen Satz wiederholte Cornelia Ribbentrop (SPD) bei ihrer Rede während des Neujahrsempfangs der Stadt Schönebeck am Sonnabend, 25. Januar 2020, gleich mehrmals. Stolz könne Schönebeck nach Meinung der Stadtratsvorsitzenden sein auf das was im vergangenen Jahr geschafft wurde. So zieren seit Ende des Jahres anlässlich des Soleparkgeburtstags nicht wie zunächst geplant 20 neue Bäume den Kurpark, sondern mehr als 50.

Zwar gebe es auch Probleme in der Stadt – konkret sprach Cornelia Ribbentrop die Schwimmstätten der Stadt und die Querelen um den Neu- und Anbau des Gerätehauses der Stadtteilwehr Bad Salzelmen an – doch ist sie überzeugt: „Wir haben viel vor, besser geht‘s gemeinsam.“

Miteinander für Schönebeck

Ähnlich sieht das Friedrich Husemann, Geschäftsführer der Stadtwerke Schönebeck. Sein Credo: „Miteinander nicht gegeneinander für eine starke Stadt.“

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Nachdem er alle Gäste am Eingang des Tolbergsaales zusammen mit Cornelia Ribbentrop und Friedrich Husemann persönlich begrüßt hatte, ließ Schönebecks Oberbürgermeister Bert Knoblauch (CDU) das Jahr 2019 noch einmal Revue passieren und wagte zugleich den Blick nach vorn.

Lob für Schönebecker Unternehmertag

Was die einheimische Wirtschaft angeht, sei in 2019 der „Tag der offenen Unternehmen“ im September „ein sehr erfolgreiches und in bester Erinnerung bleibendes Ereignis“. „Wir wollen den Unternehmertag auf jeden Fall fortsetzen“, gab Bert Knoblauch einen Ausblick auf 2020.

„Feiern können wir also, wir Schönebecker“, findet Bert Knoblauch mit Blick auf die Veranstaltungen und kulturellen Höhepunkte des Jahres 2019 wie der kulinarischen Nacht, dem Bierer-Berg-Fest und den Salzer Gaudi.

Schönebecker Frohsinn

Dieser Schönebecker Frohsinn widerspreche den Statistiken allerdings, nach denen in Sachsen-Anhalt die unzufriedensten Menschen leben würden. „Nun ist die Geselligkeit nicht unbedingt mit Zufriedenheit gleichzusetzen, aber ein wenig merkwürdig muten solche Befragungen doch schon an“, findet der Oberbürgermeister und ließ auch das Felgeleber Landesprinzenpaar Andreas und Sandra Kalusche nicht unbedacht in seiner Rede. Beide seien sympathische Botschafter der Stadt Schönebeck, die es bis ins Bundeskanzleramt geschafft haben.

Auch Bert Knoblauch setzt in seiner Rede auf die Stärke der Gemeinschaft und lobt besonders die Menschen, die sich in Schönebeck ehrenamtlich einsetzen – wie beispielsweise die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt.

Rathauspreis für Schönebecker Feuerwehr

Und genau sie sind es – rund 350 Männer und Frauen – die mit dem Rathauspreis für 2019 geehrt wurden. Vorgeschlagen hatte sie die CDU-Fraktion im Stadtrat, weshalb Torsten Pillat, Vorsitzender der Fraktion die Laudatio hielt. Das Ehrenamt der Kameraden bezeichnete er als ein solches, das „ein wenig unter allen anderen herausragt“. Nicht selten würden sie schließlich ihr eigenes Leben im Einsatz aufs Spiel setzen.

Stellvertretend für alle Schönebecker Kameraden nahm Stadtwehrleiter Daniel Schürmann den Preis zusammen mit einigen Ortswehrleitern der auf sieben Standorten verteilten Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Schönebeck entgegen.

Gerätehaus Bad Salzelmen

„Uns wurde zwar vorn ein Platz angeboten, aber die Freiwillige Feuerwehr bleibt lieber im Hintergrund“, sagte Daniel Schürmann zu Beginn seiner kurzen Dankesrede und sorgte damit für schmunzelnde Gesichter, wurde bezogen auf den geplanten Neu- und Anbaus des Gerätehauses in Bad Salzelmen aber doch ernst: „Es bedarf endlich einer Entscheidung.“ Die allerdings liegt beim Landesverwaltungsgericht, soll laut Oberbürgermeister Bert Knoblauch aber bald kommen: „Wir warten hier gerade jeden Tag auf eine Entscheidung.“