Barby l Voll des Lobes ist der Ortsbürgermeister von Barby, Ernst Neugebauer (CDU), über das Jahr 2018. Viele Probleme seien in der Stadt gelöst worden. Eine deutliche Verbesserung gäbe es zum Beispiel bei der Situation des Hundekots. Es seinen viel weniger der Hinterlassenschaften in der Stadt zu finden. „Die Belastung damit hat deutlich abgenommen“, so der Lokalpolitiker. Diesen Satz sagte er beim Ortschaftsrat vergangene Woche. Dabei wurde ein Bürger, Bernd Gillmeister aus Barby, der, wie er selbst sagt, Dauergast bei den Ortschaftsrat-Sitzungen ist, um immer aus erster Hand zu erfahren, was in seiner Stadt passiert, stutzig. War er bei der Einwohnerfragestunde noch „wunschlos glücklich“, gewesen, schüttelt er hier heftig den Kopf und erwähnt den Elbweg.

Da muss Neugebauer einräumen: „Der Elbweg ist eine andere Sache, ja, aber in der Stadt ist das Problem insgesamt zurück gegangen“. Bernd Gillmeister sieht das völlig anders. „In der Stadt weiß ich es zwar nicht so genau. Aber auf dem Elbedamm ist soviel Hundekot, ich würde sagen, das hat sogar zugenommen.“

Sorge um spielende Kinder

Vom Prinzesschen bis zum Hafen habe er etwa 100 Kotberge gesehen. „Da sind es auf keinen Fall weniger Haufen geworden“, so Gillmeister. Sorgen mache er sich dabei vor allem um die Kinder, die beim Spielen auf den Wiesen in die Haufen treten könnten. „Die anderen denken sich, da auf der Wiese tritt doch keiner drauf“.

Neugebauer sagt dagegen: „Wenn wir damit aufmerksam umgehen, dann wird sich das Problem schon lösen.“

Gefühlt mehr Hunde

Damit meine er, dass auch Menschen, die keine Hunde haben, ein Auge drauf haben, ob der Kot der Vierbeiner entsorgt wird. Gillmeister hat eine Vermutung, warum der Hundekot zugenommen habe: „Ich habe das Gefühl, es gibt in der Stadt Barby inzwischen mehr Hunde“, so der Bürger.

Das verneint jedoch Karin Knopf, die Leiterin des Haupt - und Ordnungsamtes von Barby. In der gesamten Stadt Barby, inklusive aller 11 Ortsteile gäbe es 1168 Hunde. Im Vergleich zu den Vorjahren sei die Anzahl der Hunde jedoch relativ konstant geblieben. „Es sind in diesem Jahr nur etwa 20 Hunde dazugekommen“, äußert sie. Jedoch sei dies natürlich nur die Zahl der angemeldeten Hunde. „Die Dunkelziffer ist natürlich unsicher“, so Knopf.

Gemeinde startet Aufruf

Allerdings sei ihr tatsächlich auch aufgefallen, dass es in der Einheitsgemeinde Barby wie in jeder Kommune Hundehalter gibt, die nicht ihre Pflicht tun, und den Hundekot entsprechend entsorgen. Besonders am Elbdeich selbst, wie auch Gillmeister aufgefallen war, sei es sehr „unschön“, es gebe viele Hinterlassenschaften. Die Stadt tue aber bereits regelmäßig etwas dafür, den Missstand zu beheben. „Wir starten immer wieder einen Aufruf an die Hundebesitzer, den Kot zu entsorgen. Es reicht aber natürlich nicht, immer nur in die eine Richtung zu mahnen. Auch die Straßenreinigung wird von uns aufgefordert, ihre Pflicht zu tun. Im vergangenen Frühjahr sei dieser Aufruf in der Einheitsgemeinde erfolgt, im Herbst in Gnadau. Das Thema gehe von Ortschaftsrat zu Ortschaftsrat.

Auch im kommenden Frühjahr 2019 sei ein Aufruf an die ganze Gemeinde wieder einmal geplant, kündigt die Ordnungsamtsleiterin an.