Schönebeck/Trakai l Diese Bilanz sieht wirklich positiv aus. Die Kontakte zwischen der Stadt Schönebeck und der Gemeinde Trakai werden weiter vertieft. Das ist das Ergebnis einer Reise nach Litauen, die vom Städtepartnerschaftsverein Schönebeck (Elbe) organisiert und von Oberbürgermeister Bert Knoblauch (CDU) begleitet wurde. „Die Tour hat sich wirklich gelohnt. Wir waren nicht nur überall herzlich willkommen, sondern konnten auch neue Kontakte knüpfen“, fasste gestern der Vorsitzende des Schönebecker Städtepartnerschafts-vereines, Markus Baudisch, auf Anfrage der Volksstimme zusammen.

Kultur, Bildung, Sport: Auf diesen Gebieten wachsen Schönebeck und Trakai weiter zusammen. Dafür haben sich die entsprechenden Partner treffen können, haben Gespräche geführt und die Häuser und Anlagen vor Ort in Trakai angeschaut. So zog gestern Helmut Huppertz vom Soziokulturellen Zentrum Schönebeck ein äußerst positives Resümee. „Wir sind dort überall auf offene Arme gestoßen“, freute sich der Kulturmann. Er und die Partner auf Trakaier Seite sind sich einig, einen gegenseitigen Austausch von Kultur zu organisieren. „Unser Ziel ist es, Künstler aus Region Schönebeck nach Litauen zu entsenden, umgekehrt wollen wir Trakaier Künstler bei uns ausstellen lassen“, so Huppertz gestern auf Nachfrage.

Delegation besucht Kulturhaus

Zum Programm der kleinen Schönebecker Delegation gehörte der Besuch des dortigen Kulturhauses. Auch die Bibliothek wurde angeschaut. Von dort gibt es ernsthaftes Interesse, mit der Schönebecker Stadtbibliothek in Kontakt zu treten. „Diese Information wollen wir übergeben“, so Helmut Huppertz.

Mit einem konkreten Auftrag im Gepäck besuchte Vereinsvorsitzender Markus Baudisch das Trakaier Gymnasium. Der Grund: Die Schönebecker suchen eine ähnliche Einrichtung im Baltikum. Wie der Leiter des Dr.-Carl-Hermann-Gymnasiums, Ulrich Plaga, gestern berichtete, gibt es nach der Visite von Baudisch in Trakai bereits eine Rückmeldung. „Unsere Schulpartnerschaft ist auf einem guten Weg“, bestätigte Plaga gestern. Die Leiterin des Trakaier Gymnasiums und Plaga auf deutsche Seite sprachen eine Zeitschiene ab. Da das Hermann-Gymnasium über das Erasmus-Förderprogramm der Europäischen Union Geld in Aussicht gestellt bekommen hat, soll es demnächst eine erste Kennenlern-Reise nach Trakai geben. Der Städtepartnerschaftsverein will das Vorhaben weiterhin mit unterstützen.

Auch im sportlichen Bereich gibt es Interessen. So nahm ein Mitglied von Union 1861 Schönebeck an der Reise nach Litauen teil und zeigte sich von den sportlichen Anlagen dort beeindruckt. Die Gastgeber signalisierten, dass sie in diesem Jahr am Drei-Brücken-Lauf in Schönebeck am 22. September teilnehmen möchten - erneut, denn schon im vergangenen Jahr waren die Trakaier in der Elbestadt am Start.

Diese Städtefreundschaft lebt

Auch Oberbürgermeister Bert Knoblauch, der auf Einladung der Trakai Landrätin gemeinsam mit Stadträtin Cornelia Ribbentrop und Übersetzer Mechmet Tefikow am Stadtfest in Trakai teilnahm, blickt positiv auf den Besuch zurück. „Durch den Trakaibesuch zum großen Sommerfest haben wir unsere Beziehungen zur befreundeten litauischen Stadt weiter vertiefen können. Es gab zahlreiche Kontakte und Gespräche, und wir wurden überall sehr herzlich empfangen. Ich danke auch unserem Städtepartnerschaftsverein und weiteren Teilnehmern aus Schönebeck, die unsere Freundschaft mit Trakai durch ihr Mitkommen bereichert haben. Man kann sagen: Diese Städtefreundschaft lebt.“

Abgerundet wurde die fünftägige Reise der Schönebecker nach Trakai durch ein Grillabend, dem Stadtfest, einer Bootsfahrt und eine Besichtigung der litauischen Hauptstadt Vilnius. Zwischen den Mitgliedern beider Städtepartnerschaftsvereine Schönebeck und Trakai gab es mehrere Austausche. Höhepunkt des Besuches war in diesem Jahr wieder die Parade zum Stadtfest, an der die Schönebecker mit einer Flagge teilnahmen.