Schönebeck l Die neue Salzlandkarte soll künftig in die Läden des Kreises kommen. Vor allem Arbeitgeber und Arbeitnehmer könnten davon profitieren – die gesetzliche Gutscheinregelung macht‘s möglich. Bisher können Arbeitgeber ihren Angestellten einen steuerfreien Warengutschein über 44 Euro zukommen lassen.

Lösungen für Gutscheine

Viele Unternehmen nehmen diese Chance, etwa in Form von Tankgutscheinen, wahr. Künftig, so der Wunsch der Organisatoren um den Staßfurter Kevin Klausnitzer (Salzlandsparkasse), könne dieser Betrag als Gutschein auf die Salzlandkarte geladen werden und kommt so dem örtlichen Einzelhandel zu Gute. Die Aufladung erfolgt dabei ganz einfach über ein Internetportal oder direkt bei den teilnehmenden Händlern.

Nun soll die Karte, nicht größer als eine handelsübliche EC-Karte, Schönebecks Einzelhändler erobern. „Das Projekt steckt hier allerdings noch in den Kinderschuhen“, gesteht Klausnitzer. In Staßfurt und Aschersleben ist die Karte bereits seit dem 9. November zu haben (Volksstimme berichtete). Nun suchen Klausnitzer und die Verantwortlichen Einzelhändler und Vertreter der hiesigen Wirtschaft, die das Projekt unterstützen.

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Teil von "Smart.Region"

Das Projekt Salzlandkarte ist Teil des vom Kreis initiierten Projektes „Smart.Region“. Mittlerweile hat das eigens gegründete Start-up-Unternehmen Smart.Region GmbH die Salzlandkarte mit einer Gutscheinfunktion auf dem Markt gebracht, wie Kreissprecher Marko Jeschor in einer Pressemitteilung erklärte. Das Besondere im Vergleich zu anderen, durchaus weit verbreiteten, Gutscheinen: Das Geld solle ausschließlich der Region zugutekommen. Dafür haben die Salzlandsparkasse und die Tonfunk Systementwicklung und Service GmbH bereits Ende Oktober die Tochtergesellschaft gegründet. Die Tonfunk Systementwicklung liefert die nötigen technischen Lösungen für das Projekt und bringt dabei vielerlei Erfahrungen ein. Das Unternehmen bietet beispielsweise Lösungen für „Stadiondeckel“ in der Fußball-Bundesliga, etwa in den Stadien in Leipzig und Gelsenkirchen.

Die Entwicklung der Salzlandkarte sei noch nicht abgeschlossen, heißt es in der Mitteilung. Strategisch sollen weitere Funktionen hinzukommen – auch im Bereich Schönebeck.