Schönebeck l Am Ende musste alles ganz schnell gehen. „Die Bauarbeiter haben uns kurzfristig Bescheid gesagt, dass sie fast fertig mit der Bodenplatte sind und wir jetzt dringend eine Grundsteinlegung machen müssen. Sonst hätte das wohl Unglück gebracht“, sagte Tobais Süßenbach, Inhaber der gleichnamigen Reederei, am Montagmittag am Schönebecker Elbweg. Dort hat das Unternehmen, das das Fahrgastschiff Marco Polo betreibt, mit dem Bau eines zweistöckigen Gebäudes begonnen, in dem neben Geschäftsräumen auch Schulungsräume und Wohnungen entstehen werden.

160 Kubikmeter Beton

In den vergangenen Wochen ist am Elbweg bereits das Fundament gegossen worden. 160 Kubikmeter Beton und 18 Tonnen wurden dafür verarbeitet. Wobei das Fundament nicht zuletzt aufgrund der Nähe zur Elbe auf 35 Pfählen ruht, die zehn Meter in den Boden hinabreichen. Nach mehr als zwei Jahren Planung ist Tobias Süßenbach froh, dass es endlich losgeht. „Trotz der aktuellen Preissteigerungen liegen wir bei Kosten und Zeit noch im Rahmen“, sagte der Reeder. 1,8 Millionen Euro investiert Unternehmen in den neuen Standort am Elbweg. Bisher war der Sitz der Reederei am Salzblumenplatz.

„Unsere Geschäftsräume dort haben aber nicht mehr ausgereicht“, sagte Tobias Süßenbach. Denn neben dem Fahrgastschiff Marco Polo betreibt das Familienunternehmen auch eine Sportschule für Motorboote. Tobias Süßenbach und sein Vater Sylvio Süßenbach sind zudem Dozenten an der Schönebecker Schule für Binnenschiffer. Und auch das Binnenschiffer Ausbildungszentrum, an dem die fortgeschrittenen Seminare zu Gefahrgut oder Schifferpatente angeboten werden, kann nach der Fertigstellung in dem Neubau unterkommen. Zudem wird auch die Großfamilie Süßenbach dort in mehreren Wohnungen einziehen.

Bilder

Volksstimme in der Zeitkapsel

Zur Grundsteinlegung des Neubaus des Reederei-Gebäudes wurde standesgemäß eine Zeitkapsel am Fundament eingemauert. Darin befindet sich neben einem Prospekt der Marco Polo und einer Reihe von Seemansknoten auch die aktuelle Ausgabe der Volksstimme. Auch einige Münzen dürfen natürlich nicht fehlen.

Das neue Reederei-Gebäude am Elbweg soll noch bis Ende des Jahres fertiggestellt werden. Anfang 2020 könnten die neuen Bewohner voraussichtlich einziehen.