E-Bike-Ladestation

Schönebeck hat eine neue Ladestation für E-Bikes am Restaurant Weltrad

Radtouristen, die durch Schönebeck reisen, bekommen einen neuen Grund anzuhalten. Während sie ihre Pause in einem Hotel- und Restaurantbetrieb am Elberadweg einlegen, können sie ihr elektronisches Fahrrad laden. An der Gaststätte wurde eine neue Ladestelle für sogenannte E-Bikes eingeweiht.

Von Andre Schneider
René Leue, Inhaber Weltrad Manufaktur, Bert Knoblauch, Oberbürgermeister Schönebeck, Matthias Marx, Geschäftsführer AGFK, und Sven Ellert, Wirtschaftsförderer der Stadt Schönebeck.
René Leue, Inhaber Weltrad Manufaktur, Bert Knoblauch, Oberbürgermeister Schönebeck, Matthias Marx, Geschäftsführer AGFK, und Sven Ellert, Wirtschaftsförderer der Stadt Schönebeck. Foto: Andre Schneider

Schönebeck - Hier gibt es nicht nur Saft ins Glas. Radfahrer, die künftig ihr Mittagessen im Weltrad genießen oder dort übernachten, können ihr Fahrrad aufladen. Die Voraussetzung: Sie brauchen ein elektronisches Rad (E-Bike).

Bei bestem Sonnenschein präsentierten Schönebecks Oberbürgermeister Bert Knoblauch (CDU), Matthias Marx, Geschäftsführer der Arbeits-gemeinschaft Fahrradfreundliche Kommune, Weltrad-Inhaber René Leue und der Leiter der städtischen Stabsstelle Wirtschaftsförderung, Sven Ellert, die neue Ladesäule für E-Bikes. Schließlich lassen die aktuell angenehmen Temperaturen und der bevorstehende Sommer Radler für ausgiebige Fahrradtouren so richtig in Schwung kommen. Dabei kann man mit dem E-Bike den Elberadweg entlangradeln, entspannt auf ausgebauten Radwegen cruisen und die Natur genießen.

Irgendwann ist der Akku leer

Doch irgendwann ist der Akku leer – sowohl beim Fahrrad als auch bei den Pedalrittern. Was liegt da näher, als eine kleine Stärkung zu sich zu nehmen? Aber was passiert mit dem Drahtesel? Der kann nun auch an einer weiteren Stelle in Schönebeck „aufgetankt“ werden. Eine von insgesamt 52 Ladesäulen für E-Bikes steht seit wenigen Tagen bei der Weltrad-Manufaktur und „wird schon rege genutzt“, berichtete Firmeninhaber René Leue.

„Wir haben hier wirklich realistischen Betrieb“, freut sich Schönebecks Oberbürgermeister. Er bezeichnete den Standort an dem beliebten Restaurant direkt am Radweg als „Win-Win-Situation“. Schließlich kann das kostenfreie Angebot nun direkt dort wahrgenommen werden, wo die touristische Dienstleistung vorhanden ist. „Das Angebot wird durch die Ladesäule erweitert. Es lädt zum Verweilen ein, zum Essen und Trinken, vielleicht sogar zum Übernachten.“

Praktisch während des Essens aufladen

Die Akkus könnten während eines Essens aufgeladen werden. Und nicht nur das: In verschließbaren Fächern sind auch genug Platz und die entsprechenden Vorrichtungen, um Mobiltelefone zu laden. „Viele nutzen ihre Handys als Navigationssysteme“, weiß Matthias Marx.

Diese Ladesäule ist eine von insgesamt 52, die durch die Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundliche Kommune Sachsen-Anhalt (AGFK) vermittelt wurden. Von der Ausstattung her können bis zu acht Akkus gleichzeitig aufgeladen werden. Dank einer Aussparung können auch Akkus mit eigenem Stromkabel direkt an der Säule geladen werden. Die Schließfächer werden über Münzpfandschlösser verriegelt. Nach drei Jahren gehen die Säulen in den Besitz der Kommune über. Die AGFK fungiert dabei als eine Schnittstelle zwischen den Kommunen und dem Verkehrsministerium des Bundeslandes. Aus den 36 Gründungsmitgliedern im Jahr 2019 sind inzwischen 66 geworden – Trend steigend. „Wir sind sehr froh über diese Entwicklung, zumal bei den Mitgliedern ganze Landkreise dabei sind“, erklärte AGFK-Geschäftsführer Matthias Marx. „Insgesamt werden beim Vorhaben mit den Ladesäulen etwa 150.000 Euro Fördergelder aufgewendet.“