Feuerwehrübung

Schönebeck: Wasser Marsch für zwei Mal 35.000 Liter

Ein Teil der Schönebecker Feuerwehr hat im Rahmen einer Übung auf dem Geländer der Schirm GmbH erstmals auch die neuen Löschwasserbehälter getestet.

Von Bianca Oldekamp
Erstmals wurden die beiden mobilen Löschwasserbehälter des Salzlandkreises, die bei den Felgeleber Kameraden stationiert sind, am Sonnabend gefüllt und getestet.
Erstmals wurden die beiden mobilen Löschwasserbehälter des Salzlandkreises, die bei den Felgeleber Kameraden stationiert sind, am Sonnabend gefüllt und getestet. Foto: Bianca Oldekamp

Schönebeck - Premiere am Sonnabend (3, Juli 2021) in Schönebeck. Im Rahmen einer Übung auf dem Firmengelände der Schirm GmbH an der Geschwister-Scholl-Straße wurden die beiden neuen mobilen Faltbehälter für Löschwasser des Salzlandkreises erstmals befüllt – mit Wasser aus der Elbe.

Dafür hatten die insgesamt 53 Kameraden und zehn Fahrzeuge der Wehren Tischlerstraße, Bad Salzelmen, Elbenau und Felgeleben drei Pumpen dabei, die das Elbwasser in die Behälter beförderten. Immerhin 35.000 Liter Wasser fassen die Behälter, die bei der Feuerwehr Felgeleben stationiert sind, jeweils.

Behälter in Felgeleben stationiert

Angeschafft wurden die Behälter vom Salzlandkreis mit finanzieller Unterstützung des für die Feuerwehren zuständigen Innenministeriums als zusätzliche Wasserentnahmequelle – insbesondere für die ostelbischen Gebiete, wo keine Hydranten in der Nähe sind. Stationiert seien die Behälter aber in Felgeleben, weil die Stadtteilwehr über ein entsprechendes Logistikfahrzeug verfügt, das die doch ziemlich schweren Behälter transportieren kann, erklärt der stellvertretende Stadtwehrleiter Gunnar Ulrich, der der Übung bei Schirm ebenfalls beiwohnte.

Sprich: Werden die Behälter bei einem Einsatz benötigt, müssen die Felgeleber Kameraden mit ausrücken – nicht nur nach Ostelbien, sondern in den gesamten Salzlandkreis.

Mehrere Szenarien bei der Schirm GmbH in Schönebeck geübt

Doch ging es bei der Übung nicht nur darum, die mobilen Löschwasserbehälter zu testen, sondern auch darum, die Versorgung mit Löscherwasser auf dem Gelände der Firma Schirm zu überprüfen, die Brandbekämpfung einer Lagerhalle zu üben und das Szenario Flammenüberschlag zu proben. „Das machen wir einmal im Jahr“, erklärt Wolfram Lüneburg, Standortleiter der Schirm GmbH in Schönebeck. Neben dieser Übung gebe es pro Jahr zudem zwei Begehungen mit den Schönebecker Kameraden. Sowohl bei der Übung, als auch bei der Begehung gehe es darum, dass die Feuerwehr im Ernstfall weiß, wo beispielsweise Hydranten sind.

Grundsätzlich verfügt das Firmengelände über zwei voneinander unabhängige Löschwassersysteme. Eines, das an das städtische Hydrantennetz angeschlossen ist und eines, das mit Elbwasser gespeist wird. Und gerade das – besser gesagt die Pumpen dieses Netzes – müssen Schlamm und Verunreinigungen stand halten. Lüneburg findet: „Technik, die nur steht, funktioniert nicht.“ Und genau deshalb sei diese Übung unter Realbedingungen so wichtig.

Wasser landet auf Grünflächen

Das Wasser, das die an Hydranten oder eben an die Löschwasserbehälter angeschlossenen Strahlrohre der Feuerwehr am Sonnabend verlassen hat, landete aber nicht auf den Schirm-Gebäuden, sondern auf den Grünflächen zwischen diesen – im Ernstfälle würde das allerdings natürlich anders aussehen.