Barby l „Der Begriff Behinderung gefällt uns eigentlich gar nicht. Richtig ist, dass Menschen mit Handicap oft Behinderungen im täglichen Leben erfahren müssen“, sagte Projektkoordinator Volker Möws, Sporttherapeut am Klinikum Bergmannstrost Halle.

Die Klassenlehrerin der neunten Klasse, Simone Bleich, hatte über ihren Mann, der im Studium das Thema „Stadt-Land-barrierefrei“ bearbeitete, vom Schulprojekt für Sachsen-Anhalt erfahren und es im vergangenen Jahr bereits erfolgreich umgesetzt. Die 16 Schüler testeten unter Leitung von Projektkoordinator Volker Möws und Rolli-Sportler Mathias Sinang die Fortbewegung in verschiedenen Rollstühlen. Die Trainer vermittelten den Jugendlichen nicht nur die Grundlagen zum Beherrschen des fahrbaren Untersatzes, sondern auch, wie sie Betroffene im Alltag ansprechen und ihnen effektiv helfen können. Vor allem aber stand die aktive Betätigung im Rolli bei der Erkundung der Stadt Barby und bei Sportspielen in der Turnhalle im Mittelpunkt.

Ab Klassenstufe 9

„Bewegung verbindet – Rollstuhlsport macht Schule“ steht Schülern ab Klassenstufe 9 aller Schulen Sachsen-Anhalts zur Verfügung und kann kostenfrei gebucht werden. „Die größtmögliche Teilhabe von Menschen mit Behinderung am gesellschaftlichen Leben nimmt für uns als überregionales Unfallkrankenhaus eine zentrale Stelle ein. Der Rollstuhlsport bietet hier eine sehr gute Möglichkeit, Berührungsängste abzubauen, das gegenseitige Verständnis und damit das Miteinander zu stärken“, erklärt Dr. Hubert Erhard, Geschäftsführer des BG Klinikums Bergmannstrost Halle.