Stahlschnitt erinnert an historisches Gebäude

Schwarze Metallkunst ziert Fassade der Ritterstraße

Calbe (ttr) l Die Stadt Calbe ist um einen Stahlschnitt reicher. Seit Dienstagnachmittag prangt er an der Wand eines Drogeriemarktes an der Ritterstraße und erinnert an das ehemalige Rittergut, das, nachdem es jahrzehntelang dem Verfall preisgegeben war, dem Neubau des Geschäftskomplexes weichen musste. "Sicherlich mit einem weinenden Auge für unsere Historiker und einem lachenden für die Konsumenten", wie es Bürgermeister Dieter Tischmeyer treffend umschrieb.

Der Heimatverein Calbe hatte sich - noch bevor der Abriss feststand - für eine Erinnerung an dieses besondere Gebäude stark gemacht und mehrere Vorschläge eingebracht. Am Ende fand sich die Mehrheit für einen weiteren Stahlschnitt im Innenstadtbereich. Die Beteiligten waren neben dem Heimatverein einmal mehr der Künstler Otto Plönnies, der die Vorlage erarbeitete, Frank Spangenberg, der die Voraussetzungen für die Umsetzungen am PC schuf und Kurt Proske, der auch als Ruheständler die Verantwortung für die Fertigstellung übernahm. Erstmals entstand der schwarze Stahlschnitt übrigens in der Metallfirma von Dirk Ginsberg und zwar an einer neuen 3D-Laserschneidmaschine. "Das ist wirklich gut gelungen", war sich der Bürgermeister sicher, und eine nickende Runde gab ihm Recht.