Schönebeck l Derzeit wird in Schönebeck viel über das geschlossene Freibad diskutiert - doch auch die Volksschwimmhalle ist nach wie vor ein Sorgenkind. Nicht nur, dass die vorläufige Restnutzungsdauer aufgrund von statischen Problemen nur noch bis 2023 läuft. Zuletzt gab es außerdem weitere Probleme mit dem Becken für Nichtschwimmer und der finnischen Sauna, auch wenn die Volksschwimmhalle an der Johannes-R.-Becher-Straße deswegen nicht geschlossen werden musste.

So ist das 12,5 Meter lange Becken für Nichtschwimmer seit etwa einer Woche komplett gesperrt. „Leider ist eine Umwälzpumpe kaputt gegangen“, sagte Birgit Zellmer, Sachgebietsleiterin für Kultur und Sport bei der Stadt Schönebeck. Am gestrigen Freitag wurde die Pumpe ausgetauscht. Kostenpunkt: rund 1.000 Euro. „Anschließend erfolgt nur noch die fachmännische Wasseraufbereitung, so dass ab nächster Woche ein sachgemäßer Betrieb des Nichtschwimmerbeckens wieder möglich ist“, teilte Matthias Zander vom Presseamt der Stadt Schönebeck mit. Spätestens Dienstag könne das Nichtschwimmerbecken wieder genutzt werden, ergänzt Sachgebietsleiterin Birgit Zellmer. Das Wasser musste für den Austausch der Pumpe nicht abgelassen werden. „Das ist nicht nötig und wäre auch zu teuer“, sagt Birgit Zellmer.

Niemand wurde verletzt

Darüber hinaus ist seit dieser Woche auch die finnische Sauna in der Volksschwimmhalle geschlossen. „Die Glastür ist zerborsten“, so Sachgebietsleiterin Birgit Zellmer. Und das im laufenden Betrieb. „Glücklicherweise wurde niemand verletzt.“ Warum die Tür plötzlich zersprungen ist, müsse erst noch geklärt werden. „Es hat zumindest keine Einwirkungen auf die Tür gegeben“, sagte Sachgebietsleiterin Zellmer. Und den hohen Temperaturen in der Sauna sollte die Spezialtür eigentlich auch standhalten. Die Untersuchung soll letztendlich auch zeigen, ob der Hersteller die Kosten für eine neue Tür tragen muss oder die Stadt. Derzeit ist der Eingang der Sauna von rot-weißem Absperrband blockiert.

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Wobei eine Sonderanfertigung für die Sauna einige Wochen dauert. „Ende September wird die neue Tür geliefert. Anfang Oktober können wir die finnische Sauna wieder in Betrieb nehmen“, sagte Birgit Zellmer. Bis dahin kann im Saunabereich nur die Dampfsauna und der Whirlpool genutzt werden. Eine Ermäßigung für den Saunaeintritt von 9 Euro gibt es zwar nicht. Stattdessen können die Besucher die Sauna den ganzen Tag nutzen und nicht nur für vier Stunden.

Unterdessen ist die Zukunft der Schönebecker Bäder immer noch unklar. Derzeit arbeitet die Stadtverwaltung an einem Konzept für ein komplett neues Kombi-Bad mit Halle und Freibad. Bei der Stadtratssitzung im Oktober will die Verwaltung den Stadträten den Vorschlag vorstellen.