Barby l Am 15. Mai startet jährlich die Freibadsaison. „In einem Jahr haben wir schon mal früher geöffnet“, sagt Hauptamtsleiterin Karin Knopf. Da war der April bereits sehr warm. Die Leute wollten in das Wasser und nicht mehr auf den offiziellen Start der Badesaison unter freiem Himmel warten, erinnert sie sich.

Um vorbereitet zu sein, hat die Verwaltung bereits in dieser Woche Personal in das Strandbad geschickt, bestätigt sie. Die Mitarbeiter sollen die Anlage fit für die kommende Saison machen. Zu tun gibt es in der Einrichtung eigentlich immer etwas. Im Frühling muss vor allem der Strand hergerichtet werden. In die Säuberung des Sandes investieren die Mitarbeiter viel Zeit.

Den auch die Gänse schätzen den Sand sehr. In der Sonne wärmt er sich auf. Die großen Wasservögel machen dann gern Rast am Strand. Zurück bleibt die tierische Hinterlassenschaft, in die sich später kein Besucher setzen will. Ist das Strandbad erst eröffnet und kommen täglich die Besucher, ziehen sich die Wasservögel wieder in ruhigere Strandbereiche zurück.

Termin ist noch unklar

Wann der Seepark für die Bürger geöffnet wird, sei noch unklar, sagt Karin Knopf. Der offizielle Termin werde sicherlich nicht wahrgenommen, meint sie. Denn der liege in der Woche. Entweder öffne die Einrichtung je nach Wetter früher oder später. Im vergangenen Jahr hatten die Betreiber von Bädern unter freiem Himmel weniger Glück mit dem Wetter. Eine stabile und warme Phase bildete sich im Sommer kaum heraus. Regen und kühles Wetter bescherte ihnen geringe Besucherzahlen. Das wirkt sich vor allem negativ auf die Einnahmen aus. Denn die Unterhaltungskosten für das Strandbad sind vergleichsweise stabil.

Neben der Frage, ob die Badesaison durch viele warme Sommertage ein Erfolg wird, beschäftigt die Stadtverwaltung Barby vor allem die personelle Absicherung. Für die Saison sucht die Kommune Fachkräfte, um das eigene Personal zu unterstützen und zu entlasten. Allerdings ist es schwer, auf dem Arbeitsmarkt noch Fachpersonal zu bekommen, räumt Karin Knopf ein. Längst stehen die Kommunen im Wettbewerb mit den privaten Badbetreibern im Ringen um Personal.

Seepark ist beliebt

Lediglich bei den Rettungsschwimmern gebe es eine sehr gute Zusammenarbeit mit der Wasserwacht, sagt sie. Die Organisation stelle jährlich Rettungsschwimmer für den Seepark bereit. Das entlaste die eigenen Mitarbeiter. Sie dürften auch im Sommer nur acht Stunden täglich arbeiten. Die übrige Öffnungszeit muss die Kommune dann mit anderem Personal abdecken.

Der Seepark in Barby ist bei vielen Menschen beliebt. Vor allem aus der Umgebung zieht es die Bürger an das künstlich angelegte Gewässer. Die Barbyer seien bei der Nutzung des Strandbades noch immer zurückhaltender, weiß Karin Knopf. Dabei biete die Einrichtung vor den Toren der Kleinstadt ein gute Erholungsmöglichkeit. Zu erreichen ist der Seepark dabei nicht nur gut mit dem Auto. Ein Radweg führt zwischen Barby und Gnadau direkt am Strandbad vorbei. Daher lohne auch die Anreise mit dem Fahrrad vor allem für Kinder und Jugendliche, die auf der Suche nach einer Erfrischung sind, wirbt die Amtsleiterin für die kommunale Einrichtung.