Volksstimme: Wie war das Einsatzaufkommen der Schönebecker Feuerwehren 2018?

Daniel Schürmann: Wir haben die Zahlen noch nicht abschließend ausgewertet. Es waren eine Menge Einsätze, aber doch noch im Rahmen der vergangenen Jahre. Den größten Einsatz hatten wir auf der ehemaligen Deponie an der alten Röttgers Kiesgrube in Schönebeck. Glücklicherweise hat es dort nur an der Oberfläche gebrannt und nicht richtig in der Tiefe, sonst wäre es wirklich kompliziert geworden. Außerdem gab es mehrere Waldbrände im Naherholungsgebiet.

Sie sind seit einigen Monaten kommissarischer Stadtwehrleiter. Wie gefällt Ihnen die Aufgabe?

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Zunächst einmal muss ich sagen, dass meine Vorgänger bei allen Problemen gute Arbeit geleistet haben, und ihnen möchte ich auch nochmal danken. Die Aufgabe ist eine Herausforderung, zumal ich auch noch Stadtteilwehrleiter in Felgeleben bin und hauptberuflich in der Leitstelle des Salzlandkreises arbeite. Wir konnten zuletzt einige Projekte wie das Fahrzeugkonzept anschieben. Und das Bekleidungskonzept mit den neuen Einsatzbekleidungen wurde bereits angefangen, umgesetzt zu werden. Daher bin ich schon sehr zufrieden.

Warum und wann sollen denn neue Fahrzeuge angeschafft werden?

Da muss einiges passieren, weil das Thema in den vergangenen Jahren wegen der knappen Mittel vernachlässigt wurde. Der Stadtrat hat dem neuen Fahrzeugkonzept allerdings bereits zugestimmt. Insofern können wir uns über die Politik und die Verwaltung nicht beklagen. Die Zusammenarbeit hat sich dort sehr verbessert. Dort wurde das Problem erkannt, und es wird auch verstanden, dass wir die Fahrzeuge nicht zum Spaß brauchen, sondern für die Sicherheit unserer Bürger in Schönebeck.

Im nächsten Jahr wird ein Wechsellader angeschafft, der verschiedene Abrollbehälter für unterschiedliche Einsätze transportieren kann, unter anderem auch für Gefahrgut-einsätze. In den kommenden Jahren werden wir weitere Fahrzeuge brauchen. Daher würden wir uns selbstverständlich über Fördermittel bei der Beschaffung der nötigen Technik als Stadt freuen.

 

 Können Sie schon sagen, ob Sie für das Amt des Stadtwehrleiters kandidieren möchten?

Es wäre eine große Herausforderung. Zu gegebener Zeit werde ich eine Entscheidung treffen.

Die Wehr von Plötzky hat sich für eine Fusion mit der Wehr aus Pretzien ausgesprochen und wird zeitnah fusionieren, auch Frohse wird in absehbarer Zeit geschlossen. Sind weitere Standorte in Gefahr?

Nein, alle weiteren Wehren sind gesichert. Leider konnten für die beiden Wehren trotz intensiver Bemühungen nicht genügend neue Mitglieder gewonnen werden. Wir brauchen daher dringend mehr Engagement aus der Bevölkerung. Gerade auch etwas ältere Quereinsteiger sind bei uns sehr gern gesehen, aber natürlich brauchen wir auch weiterhin für unsere Jugendfeuerwehren Nachwuchs.