Schönebeck/Staßfurt l Wer getrunken hat, handelt häufig leichtsinniger. Bei Böllern, so der Polizeisprecher vom Revier Bernburg, Marco Kopitz, könne das gefährlich werden. „Die Person hält den Böller womöglich aus Leichtsinn zu lange in der Hand und verletzt sich. Und auch Sachbeschädigungen im Alkoholrausch sind keine Seltenheit. Im vergangenen Jahr gab es wegen Vorfällen in der Silvesternacht im Salzlandkreis insgesamt neun Strafanzeigen. Neben Körperverletzung und Sachbeschädigung ist auch das Benutzen von sogenannten „Polenböllern“ strafbar. „Wer erwischt wird, für den wird es richtig teuer“, so Marco Kopitz.

Weitere wichtige Informationen rund um den Umgang mit Böllern hat die Polizei Sachsen-Anhalt auf einem Informationsblatt zusammengefasst:

Unter 18 verboten

• Sicherheit beim Kauf: Wer Feuerwerkskörper der Klasse II kaufen will (zum Beispiel Raketen, Luftheuler, Böller), muss mindestens 18 Jahre alt sein. Es ist ausdrücklich verboten, diese Feuerwerkskörper an Minderjährige weiterzugeben.

• Amtliche Kennzeichen: Feuerwerkskörper müssen amtlich gekennzeichnet sein. Das könnte etwa so aussehen: BAM-F2-XXXX.

50.000 Euro Strafe

• Sprengstoffgesetz: Zwischen dem 2. Januar und dem 30. Dezember ist das Zünden von Feuerwerkskörpern laut Sprengstoffgesetz verboten. Sprich: Wer an anderen Tagen, außer dem 31. Dezember und dem 1. Januar zündelt, der muss mit einer Geldstrafe rechnen. Und die kann hoch ausfallen: bis zu 50.000 Euro kann ein Verstoß kosten.

Auf dem Informationsblatt der Polizei stehen auch Tipps und Hinweise zur Handhabung und Nutzung von Feuerwerkskörpern:

Im Freien zünden

• Nur zugelassene Feuerwerkskörper benutzen.
• Gebrauchsanweisung lesen.

• Artikel, die nur zur Verwendung im Freien bestimmt sind, nicht in geschlossenen Räumen zünden.

Basteln verboten

• Finger weg von „Blindgängern“.
• Auf keinen Fall Feuerwerkskörper selbst zusammenbasteln.

• Beim Verlassen der Wohnung an Silvester sicherheitshalber die Fenster schließen.