Nach Sanierung

Skaterpark in Schönebeck eingeweiht

Schönebeck hat wieder einen Skaterpark. Die Anlage wurde für 1500 Euro saniert.

Von Katrin A. Otrzonsek

Schönebeck l Der Skatepark des Vereins Rückenwind in der Wilhelm-Hellge-Straße wurde mit vier neuen Rampen ausgestattet, der sogenannten Pyra(mide), der Jump Box, einer Mini- und Killer-Ramp. Am Freitag lud Rückenwind und die Wohnungsbaugenossenschaft (WBG) Schönebeck zur offiziellen Einweihung ein. Bei der Sanierung des Skateparks haben die Kinder und Jugendlichen des Vereins zwischen acht und 22 Jahren selbst geholfen, die Finanzspritze kam ursprünglich von der WBG. Die spendete anlässlich ihres 60-jährigen Bestehens letztes Jahr 1500 Euro für die Erneuerung des Skateparks. „Wenn wir die Spende nicht erhalten hätten, hätten wir den Park noch dieses Jahr geschlossen. Der Abriss war schon geplant“, sagt Linda Dutschko, Projektleiterin von Rückenwind.

Der rund 20 Jahre alte Skatepark litt unter der Kürzung finanzieller Mittel in den letzten Jahren. „Das Holz auf den alten Rampen war schon verfault, es wurde brüchig“, beschreibt der 20-jährige Max Golla, leidenschaftlicher BMX-Fahrer. Seit seiner Kindheit verbringt er den Großteil seiner Freizeit in dem Skaterpark. Heute kümmert er sich in seiner Freizeit auch mit um die neue Generation der Rollerblader, Skater und Radfahrer. „Hier erziehen sich die Kinder selbstständig“, erklärt Dutschko, „es gibt hier keine Leitung in dem Sinne, wie es sie in einem üblichen Sportverein gibt. Die Kids stellen ihre eigenen Regeln auf.“ Zuletzt eingeführt: Alle unter 18 Jahren dürfen nur mit Helm die Rampen nutzen. Und: Die Volljährigen trinken in Gegenwart der Jüngeren keinen Alkohol.

Die Kids fühlen sich in dem Skatepark wohl. Deswegen haben sie alle gerne zur Sanierung beigetragen. „Wenn die Kids hier fahren wollen, müssen sie was dafür tun“, erklärt Dutschko. „Die Jüngeren fegen den Platz, räumen den Müll weg und helfen beim Abriss der maroden Rampen.“ Die älteren, zu denen auch Max Golla gehört, bauten die Rampen auf, pflasterten den Fußweg neu. „Es ist nicht nur zu unserem eigenen Nutzen, sondern auch für die Kids“, begründet Yves Ebeling, ein 22-jähriger Mountainbiker, sein Engagement im Verein. Toralf Hanemann, ebengfalls 22 Jahre alt, fügt hinzu: „Hier zu fahren tut uns gut. Es trägt zu unserer Lebensentwicklung bei.“

Die Bedeutung, die der Skatepark für die Heranwachsenden in Schönebeck hat, ist der WBG nicht entgangen. „Wir möchten, dass die Jugendlichen hier ihr Zuhause finden und auch in ihrer Freizeit genügend Raum haben, sich zu treffen und ihren Leidenschaften nachzugehen“, sagt Sylvia Lentge,Vorstandssekretärin der WBG. „Sie sind auch vielleicht unsere zukünftigen Mieter.“

Als der Verein Rückenwind die Rampen bei dem Unternehmen Henschel Metallbau in Auftrag gab, verzichtete dieser auf eine Vergütung. „Jetzt können wir die gesparten 1500 Euro in die Dämmung der Rampen investieren. Wir schwanken noch zwischen einer Holzverkleidung oder Schallschutzmatten“, sagt sich Dutschko, während sie den Kids beim Fahren zusieht. Im September feiert der Skaterpark seinen 20. Geburtstag – dann mit einem Contest auf den neuen Rampen.