Schönebeck/Staßfurt l „Bleiben Sie wie wir: Bleiben Sie kämpferisch“, heißt es in einem offenen Brief, den Mitarbeiter der Ameos-Kliniken aus dem Salzlandkreis sowie aus Halberstadt und Haldensleben am Mittwochnachmittag an Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne (SPD) überreichten.

Bei dem Schreiben handelt es sich um eine Solidaritätsbekundung, mit der die Ameos-Angestellten Grimm-Benne in ihrer juristischen Auseinandersetzung mit dem Krankenhausbetreiber den Rücken stärken wollen. Es wurde jedoch ausdrücklich darauf hingewiesen, dass Grimm-Benne das Schreiben als Privatperson entgegen nimmt. Politik wolle man gänzlich ausklammern, sagte Holger Waack, stellvertretender Betriebsratsvorsitzender bei Ameos Aschersleben-Staßfurt, der auch den Brief überreichte.

Dank für Rückendeckung

Stellvertretend für die Belegschaft dankte er Grimm-Benne dafür, dass sie sie in ihrem Kampf um bessere Arbeitsbedingungen unterstützt hat. „Frau Grimm-Benne stärkte uns den Rücken bei unserer Auseinandersetzung mit Ameos. Jetzt stärken wir ihr den Rücken bei ihrer Auseinandersetzung mit Ameos“, sagte Waack. Petra Grimm-Benne versicherte indes, dass sie nicht „mundtot“ sei, nur weil das Urteil im Oberlandgericht Naumburg zu ihren Ungunsten gefällt wurde. Dort wurde geurteilt, dass sie die Äußerung, dass drei der Ameos-​Gruppe angehörigen Krankenhausbetreiber jährlich opulente Gewinnsummen ins Ausland transferierten, zu unterlassen habe. „Mit diesem Urteil ist das Thema für mich abgeschlossen“, so Grimm-Benne.