Welsleben l Die Luft riecht verbrannt. Der Himmel verdunkelt sich und der Krach ist ohrenbetäubend. Man bekommt den Eindruck, als wäre ein Vulkan an der Stelle ausgebrochen, wo vor zwei Wochen noch das Welslebener Osterfeuer stand. Hans Jürgen Korn, Vorsitzender vom Kultur- und Heimatverein, grinst. „Ich freue mich, dass nun endlich die übrig gebliebene Asche vom Osterfeuer entsorgt werden kann.“

Währenddessen schippt Michael Horrmann vom nahegelegenen Landwirtschaftsbetrieb mit seinem Bagger die Asche in den Container. Dieser wurde vorher von einer Magdeburger Firma geliefert und wird später auch wieder abgeholt. Die Asche wird nach der Abholung zuerst genauestens analysiert. Hier wird auf Stoffe wie Sulfat oder Chlorid getestet. Diese Werte werden von den Entsorgungsanlagen benötigt. Falls die Werte zu hoch ausfallen, darf der Abfall nicht angenommen werden. Danach durchfahren die Ascheüberreste eine sogenannte Schlackestraße. Dort werden die Reste getrennt und nach groß, klein, dick und dünn sortiert. Anschließend werden die Entsorgungsanlagen mit der getrennten Asche beliefert.

Ohne den Landwirtschaftsbetrieb Horrmann wäre das Osterfeuer in dieser Form wohl nicht machbar. „Vor dem Osterfeuer kommen sie mit ihrem Bagger mehrmals am Tag und schieben mit der Schaufel das Gehölz zusammen“, bedankt sich Hans Jürgen Korn. „Nach dem Abbrennen muss die Asche mehrfach am Tag umgeschichtet werden, da diese sonst nicht so schnell abkühlen kann.“ Die Asche muss anschließend als Sondermüll entsorgt werden. So will es das Gesetz. Hierfür wurden Spenden von den Holzanlieferern für das Osterfeuer gesammelt. Die Spendenbox ist dann in Beisein vom Osterfeuerbeauftragten Werner Haberkorn und Hans Jürgen Korn vom Heimatverein nach Ostern geöffnet worden.

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Dank für Spenden

„Ich möchte mich nochmal für die Spendenbereitschaft der Bürger bedanken“, so Korn. „Das gesammelte Geld wird wohl für die Entsorgung der Asche reichen. Und Hosenknöpfe oder Centbeträge haben wir auch nicht gefunden“, freut sich Hans Jürgen Korn. Der Vorsitzende des Kultur- und Heimatvereins zieht ein durchweg positives Resümee vom diesjährigen Osterfeuer. Neben Bungee-Jumping war eine weitere Attraktion Jeff Lammel. Der Nachtwächter aus Schönebeck war als Osterhase verkleidet vor Ort. Auch das Kinderkarussell wurde gut besucht.

„Die Feuerwehr war aufgrund der Trockenheit zwar aufmerksam, dennoch haben sie immerhin schnell das Feuer zum Brennen bekommen. Und brenzlig wurde es auch zu keiner Zeit“, so Korn weiter. Das Osterfeuer findet in Welsleben schon seit einigen Jahren auf einer privaten Wiese direkt neben der Hauptstraße und in Sichtweite des Löschteiches statt. Ohne die Hilfe vieler ehrenamtlicher Mitarbeiter wäre dies nicht möglich. „Ich möchte mich ausdrücklich bei dem Eigentümer der Wiese, Herrn Mansel, für die Genehmigung zu Nutzung bedanken“, so Korn. „Uns ist es wichtig, die Wiese ordentlich zu hinterlassen.“

Michael Horrmann schüppt indes die letzten Aschereste in den Container, damit dieser abgeholt werden kann. Somit sind die Nachbereitungen des Osterfeuers abgeschlossen. Gerade rechtzeitig, denn bald steht schließlich Ostern wieder vor der Tür.