Bei Spiel und Spaß zu beachten

• Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen Personen, die nicht demselben Hausstand angehören, einhalten

• Gruppenbildungen mit mehr als fünf Personen, die nicht demselben Hausstand angehören, sind verboten

• Personen, die Risikogruppen angehören sowie Personen, die in den letzten 14 Tagen Kontakt zu aus dem Ausland zurückgekehrten oder Corona-Infizierten Personen hatten, dürfen Spielplätze nicht betreten

• Spielplatz nicht mit Erkältungssymptomen betreten (chronische Erkrankungen und Allergien ausgenommen)

• Zutrittserlaubnis nur für Kinder in Begleitung einer erwachsenen Person

Schönebeck l „Ich musste schon aufpassen, dass bloß kein Spielplatz in der Nähe ist, sonst wäre Karl vermutlich einfach losgestürmt“, berichtet Sophia Weise aus Schönebeck von der Zeit, in der es auch ihr und ihrem eineinhalb Jahre alten Sohnemann Karl verboten war, Spielplätze zu nutzen. Immerhin sieben Wochen war das der Fall – bis vergangenen Freitag, 8. Mai. Denn seither dürfen im Zuge von Lockerungen der Corona-Verordnung auch Spielpätze in Sachsen-Anhalt wieder genutzt werden – öffentliche Spielplätze.

„Gestattet wird zudem die Nutzung von privaten Spielplätzen auf Antrag beim Salzlandkreis. Voraussetzung sind entsprechende Schutz- und Hygienekonzepte. Das heißt, private Spielplätze dürfen ohne Antrag beim Salzlandkreis nicht öffnen“, teilt die Stadt Schönebeck mit.

Sandkuchen in Schönebeck

Bereits am Freitag, 8. Mai, war Sophia Weise mit Sohn Karl in Magdeburg auf einem Spielplatz unterwegs, am Sonnabendnachmittag, 9. Mai, besuchten die beiden dann den am Kurpark in Schönebeck, buken „Kuchen“ und genossen den feinen Sand zwischen den Zehen. Doch nicht nur Spielplätze hätten Karl gefehlt. Auch der Kontakt zu anderen Kindern.

Bilder

Als Sohn zweier Informatiker, ein Beruf, der als nicht-systemrelevant eingestuft ist, darf er aktuell noch immer nicht in die Kita. Und obwohl der Eineinhalbjährige eigentlich ziemlich schüchtern sei, gehe er seit einiger Zeit viel offener auf andere Kinder zu. „Ihm fehlt einfach der Kontakt zu seinen Freunden in der Kita“, findet die Schönebeckerin.

Mit Oma auf dem Spielplatz

Zusammen mit seiner Oma Sylvia Wagner war Hugo Brinkmann am Sonnabend, 9. Mai, ebenfalls auf einem Spielplatz unterwegs – in Felgeleben. „Meine Oma hat hier nämlich einen Garten“, erzählt der Siebenjährige während er auf seinem Lieblingsspielgerät, der Schaukel sitzt. Schon am Freitag, 8. Mai, hatte er natürlich den Spielplatz besucht. „Zwei Mal hier, einmal in Glinde und einmal in Frohse.“

Und auch der Siebenjährige vermisst seine Freunde aus der ersten Klasse der Ludwig-Schneider-Grundschule, die er aktuell zumindest auf dem Papier besucht. Deshalb freut er sich schon sehr auf diese Woche. Denn an einem Tag dürfen die Erstklässler wieder in die Schule. Präsenzunterricht statt zu Hause lernen – „endlich“.

Regeln für Spielplätze

Auf dem Weg zum Spielplatz in Felgeleben hatte er seiner Oma genau erklärt, wie sich Erwachsene und Kinder aktuell auf Spielplätzen verhalten müssen, zeigte ihr ein Schild, auf dem die Regeln zu lesen sind. Ein solches Schild hängt aber nicht nur am Spielplatz Felgeleben, sondern an allen der 24 öffentlichen Spielplätze der Stadt Schönebeck.

Damit diese Abstands- und Hygienregeln auch eingehalten werden, führe die Stadt engmaschige Kontrollen zur Überprüfung dieser durch, heißt es seitens der Stadtverwaltung. Gelten sollen diese zunächst bis einschließlich 27. Mai.

Spielplatz auf dem Bierer Berg

Während der Heimattiergarten Bierer Berg bereits im April wieder öffnen konnte, durfte der Spielplatz zwischen den Gehegen bis Freitag ebenfalls nicht genutzt werden. Da war es nicht verwunderlich, dass am Sonnabend, 9. Mai, für einige Kinder der Spielplatzspaß im Vordergrund stand und die Tiere zwischenzeitlich zur Nebensache wurden.

„Wir waren am Freitag schon in Niegripp auf einem Spielplatz und heute eben hier. Sozusagen ein vorgezogener Muttertagsausflug“, berichtet Josefine Stamann aus Niegripp, während sie Sohn Yannik, der bald zwei Jahre alt wird, und die dreijährige Tochter Charlotte im Wechsel auf der Schaukel anschubst.

Die 29-Jährige musste ihre beiden Kinder mehrere Wochen zu Hause betreuen, darf sie jetzt aber in die Notbetreuung bringen. Das sei zwar anstrengend gewesen, doch die Familie habe ein Haus mit Grundstück in Niegripp, weshalb sie froh ist, dass immerhin das Wetter in dieser Zeit mitgespielt hat.

Endlich wieder Spaß auf Spielplätzen hatten an diesem Wochenende aber alle Familien – und das sicher nicht nur in Schönebeck.