Schönebeck/Staßfurt. Wenn es um Statistiken und Rankings geht, landet der Salzlandkreis meist nur auf hinteren Plätzen. Bei der Einkommensentwicklung sieht das allerdings anders aus. In diesem Bereich zählt der Salzlandkreis nämlich zu den zehn dynamischsten Regionen Deutschland. Das belegen Zahlen, die das Statistische Bundesamt jetzt veröffentlicht hat.

Von 2007 bis 2017 wuchs demnach das durchschnittliche Einkommen im Salzlandkreis um 40,4 Prozent, was Platz sieben im deutschlandweiten Vergleich entspricht. In Sachsen-Anhalt verzeichnen nur die Arbeitnehmer in der Altmark eine noch höhere Steigerung des Durchschnittseinkommens (+ 41,4 Prozent).

Unter dem Durchschnitt

Dennoch: Das durchschnittliche Einkommen im Salzlandkreis liegt immer noch deutlich unter dem Durchschnittseinkommen in Deutschland.

Während Arbeitnehmer im Salzlandkreis ihren Lebensunterhalt im Jahr 2017 von durchschnittlich 19.190 Euro verfügbarem Einkommen bestreiten mussten, liegt dieser Wert im Bundesdurchschnitt bei 22.623 Euro. In Zahlen ausgedrückt ist das eine Differenz von immerhin 3433 Euro. Rechnet man mit zwölf Monatsgehältern ist diese Differenz höher als zwei Gehälter (circa 3198 Euro) des durchschnittlichen Einkommens im Salzandkreis zusammengerechnet.

Luft nach oben

Dass bei den absoluten Zahlen noch Luft nach oben ist, sei auch Landrat Markus Bauer (SPD) laut einer Mitteilung des Salzlandkreises bewusst. Deshalb sei es nach Ansicht von Markus Bauer wichtig, die Rahmenbedingungen auch künftig so zu strukturieren, dass die Einkommen der Menschen weiter überdurchschnittlich steigen. In diesem Zusammenhang begreift der Landrat die Digitalisierung als Chance, den Salzlandkreis und damit die Bürger bei der allgemeinen Entwicklung unter den besten Landkreisen in Deutschland weiter zu etablieren – eine langfristige Aufgabe, die im Sinne der Menschen aber angegangen werden müsse.

Die Gründe dafür, dass der Salzlandkreis überhaupt eine so gute Einkommensentwicklungen verzeichnen konnte, lägen laut Markus Bauer insbesondere im Wirtschaftswachstum im Kreis. Von der gestiegenen Kaufkraft wiederum profitiere auch die Region als Wohnstandort, so Landrat Markus Bauer. „Wenn es den Familien hier gut geht, dann bleiben die Kinder künftig auch in der Region“, sagt er. Und von diesen „Hierbleibern“ würde letztlich wieder die Wirtschaft auf der Suche nach Fachkräften profitieren.

Wolfburg ganz vorne

Während der Salzlandkreis und der Altmarkkreis in der Statistik zur Einkommensentwicklung auf Platz sieben und sechs landeten, sicherte sich Wolfsburg den ersten Platz mit einer Einkommenssteigerung von 2007 bis 2017 in Höhe von 52,1 Prozent.

Neben dem Gehalt wurden bei der Erhebung der Zahlen auch Geldandlagen, Mieteinnahemen, Zinsen und Dividenden berücksichtigt.