Biere l Schlaglöcher und keine durchgehenden Geh- oder Radwege: Dieses Bild bietet die Landesstraße L69 momentan in Biere. Doch das soll sich ändern: Die gesamte Ortsdurchfahrt soll erneuert werden. Die Planungen laufen, einen Start vor 2021/22 hält Roland Funke, Leiter des Bauamts der Gemeinde, jedoch für ausgeschlossen.

Für den Umbau steht die Gemeinde Bördeland mit der Landesstraßenbaubehörde des Landes Sachsen-Anhalt und dem Salzlandkreis in Planungsgesprächen. Diese begannen 2019 und mussten auf Grund der derzeitigen Corona-Pandemie vorerst ausgesetzt werden. Sobald öffentliche Versammlungen wieder möglich sind und die Beratungen auf den angedachten Stand gebracht werden, soll die Planung der Öffentlichkeit und vor allem den Anwohnern der L69 vorgestellt werden, teilt der Bauleiter Roland Funke mit.

Momentan ist nämlich noch einiges unklar, besonders Baustart und Dauer sowie auch mögliche Umleitungen sind noch nicht festgelegt.

Die Beratungen laufen zwischen dem Land Sachsen-Anhalt, dem Salzlandkreis und der Gemeinde Bördeland. Grund dafür sind die verschiedenen Trägerschaften der betreffenden Flächen. So ist die Landesstraßenbaubehörde Straßenbaulastträger der L69, der Kreis ist Baulastträger der angrenzenden Kreisstraßen und die Gemeinde von den Nebenanlagen, wie Gehwegen, Grünflächen und Regenentwässerung. „Bei dem Projekt handelt es sich um eine Gemeinschaftsmaßnahme“, sagt Bauleiter Funke.

Doch was genau soll gemacht werden? „Geplant ist der Ausbau der gesamten Ortsdurchfahrt Biere, beginnend an der westlichen Ortseinfahrt aus Borne kommend bis zum Ortsausgang Richtung Schönebeck“, berichtet Funke.

Dabei soll die komplette Anlage zwischen den Grundstücksgrenzen in die Planung einbezogen werden: „Dazu zählen die Fahrbahnen, Rad- und Gehwege, Parkstellflächen, Zufahrten, das Straßenbegleitgrün einschließlich des Baumbestandes sowie die Regenentwässerung“, so der Bauleiter der Gemeinde. Hinzu kämen noch die Kreuzungsbereiche, dort kommt der Salzlandkreis als Träger ins Spiel. Denn die L69 wird zum Teil von Kreisstraßen gekreuzt. Hierbei sind die Kreuzungen Ernst-Thälmann-Straße / Welslebener Straße sowie Ernst-Thälmann-Straße / Fabrikstraße betroffen. „Alle diese Anlagen sollen grundhaft ausgebaut werden“, informiert Gemeindebauleiter Roland Funke.

Der Planungsstand ist bisher nur in der Vorplanung, das heißt, dass die wesentlichen Aspekte, welche für die Planung relevant sind, abgesprochen, geprüft und erarbeitet werden.

In diesem Fall bedeutet das konkret, dass bereits der Baumbestand und das Kanalnetz an dem Streckenabschnitt der L69 untersucht worden sind. „Sie wurden auf den derzeitigen Stand untersucht, um festzustellen, welche vorhandenen Anlagen noch Bestand haben und in die Planung aufgenommen werden können“, erläutert Funke.

Der genaue Baubeginn würde von der Landesstraßenbaubehörde bestimmt, teilt Funke mit. Diese hatte den Umbau in ihrer Maßnahmenplanung festgelegt. Wann es also genau losgehen wird und wie lange der Umbau des rund eineinhalb Kilometer langen Streckenabschnitts in Biere dauern wird, bleibt vorerst offen.