Ranies. Die Zeit der Einschränkungen für die Ranieser ist vorbei. Gestern Nachmittag ist die Ortsdurchfahrt, die Kreisstraße 1269, von Landrat Markus Bauer (SPD), Schönebecks Oberbürgermeister Bert Knoblauch (CDU) und Ortsbürgermeister Rüdiger Kunze freigegeben worden.

Ab sofort kann der Verkehr – egal aus welcher Richtung kommend – wieder durch den Ort rollen. Zudem werden auch die Busse ab Montag wieder verkehren, teilt Ralf Felgenträger, Leiter des Kreiswirtschaftsbetriebes, mit. Zudem ist sich Felgenträger sicher: „Dass sie die Straße wieder uneingeschränkt nutzen können, ist auf jeden Fall eine Erleichterung für die Bürger.“

Kosten von Bund und Land gedeckt

Die Kreisstraße wurde im Zuge der Hochwasserschadensbeseitigung von 2013 saniert. Bund und Land tragen zu 100 Prozent die Kosten in Höhe von etwa 1,2 Millionen Euro. Das Geld stammt aus dem Aufbauhilfefond nach der Richtlinie „Hochwasserschäden Sachsen-Anhalt 2013“.

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Die Fahrbahn der Ortsdurchfahrt wurde durchgängig mit sechs Meter Breite in Asphaltbauweise hergestellt, vorhandene Nebenanlagen wurden an die neue Fahrbahn angepasst. Außerdem wurden vereinzelt Parklücken berücksichtigt. Darüber hinaus gewährleistet ein neuer Regenwasserkanal die ordnungsgemäße Ableitung des Oberflächenwassers.

Kurve entschärft

Überdies wurde im Zuge der Straßensanierung, schon im vergangenen Jahr, die extrem spitzwinklige Kurve in der Ortsmitte entschärft, was der Fahrdynamik zugutekommt.

„Wir wollen die Beeinträchtigungen für die Bürgerinnen und Bürger so gering wie möglich halten“, begründete Landrat Markus Bauer den „kleinen“ Eröffnungstermin am Ranieser Ortseingang nahe dem Kindergarten. Zudem zeigt sich der Landrat mit der Umsetzung des „großen Gemeinschaftsprojektes“ sehr zufrieden.

Rundum modernisiert

Bert Knoblauch zählte zudem die enthaltenen Neuerungen auf: „Mit der sanierten Straße sind auch neue Trinkwasserleitungen, neue Straßenlaternen und Breitband gekommen. Mehr geht nicht!“

Gänzlich abgeschlossen sind die Maßnahmen in Ranies aber noch nicht. Einige Laternen sind noch ohne Leuchtmittel, teilweise muss noch Erde am Fahrbahnrand aufgetragen werden. Darüber hinaus stehen als nächstes die Gemeindestraßen auf der To-do-List. Die „große“ offizielle Fertigstellung aller Arbeiten zur Beseitigung der Hochwasserschäden in Ranies ist für 2020 geplant, teilt der Kreis mit.