Das Programm im Überblick

Donnerstag, 12. September:

18 Uhr - 8. PflaKuMa-Lauf (Sportplatz Großmühlingen)

Freitag, 13. September:

16 Uhr - Eröffnung des Festes durch die Schausteller (Marktplatz)

18.30 Uhr - Anstoß zum Fußballspiel (Sportplatz): Alte Herren Spielgemeinschaft Bördeland /Sportverein Wacker 90 Felgeleben

20 Uhr - Fackelumzug mit dem Spielmannszug der Feuerwehr Biere (Start an der Grundschule)

21 Uhr - Höhenfeuerwerk (am Sportplatz)

ab 21 Uhr - „Tänzchentee“ (Festzelt)

Sonnabend, 14. September:

ab 10 Uhr - Frühschoppen mit dem Duo „Two-Men“ (Festzelt), dazu Schlachtplatten und Pflaumenkuchen

10 bis 18 Uhr - Trödelmarkt mit eigenen Ständen für alle Mühlinger und Bördeländer (5 Euro

Standgebühr, Händlermeile)

15 Uhr - Programm der Kinder der Kita (Festzelt)

16 Uhr - Programm der Kinder der Grundschule (Festzelt)

ab 20 Uhr - „Let‘s dance“ inklusive den Wettbewerben um die Titel „Pflaumenkuchenkönigin“ und „Pflaumenkuchenkönig“

(Festzelt)

Sonntag, 15. September:

ab 10 Uhr - Frühschoppen mit dem Akener Musikduo im Festzelt, dazu Schlachtplatten und Pflaumenkuchen

10 bis 15 Uhr - Trödelmarkt mit eigenen Ständen für alle Mühlinger und Bördeländer (5 Euro Standgebühr, Händlermeile)

12 Uhr - Essen aus der Feldküche

(am Festzelt)

14 Uhr - Auftritt der Breakdancer „Boys in Black“ (Festzelt)

15 Uhr - Auftritt der „Crazy Girls“ aus Biere (Festzelt)

Volksstimme: Zum 190. Mal Pflaumenkuchenmarkt. Wie kann man eine Tradition in einem Ort so lange aufrecht erhalten?

Ortsbürgermeisterin Ute Möbius: Die Frage ist nicht ganz einfach zu beantworten. Traditionen zu pflegen und aufrecht zu halten, heißt auch immer, dass sich Leute damit identifizieren und auch engagieren. Das haben alle vor uns geschafft - unter anderen Bedingungen. Und auch wir geben uns seit nunmehr 29 Jahren Mühe, dieses historische Heimatfest am Laufen zu halten. Heimatverbundenheit, Traditionspflege und Interesse sind die Zauberworte. Das bedeutet natürlich auch, seine Freizeit dafür zu „opfern“. Aber: Man muss es wollen. Dann hält man Traditionen am Leben.

Ist alles in Sack und Tüten?

Natürlich ist alles schon in Sack und Tüten. Alles andere wäre viel zu spät, und es wäre Harakiri. Denn, nach dem Fest ist vor dem Fest. Man muss also sehr zeitig anfangen, sich nach der Auswertung Gedanken zu machen und Verträge zu schließen, sonst ist der Dampfer weg. Aber, und das ist für keinen Veranstalter neu, die kleinen Unwägbarkeiten kommen noch, meist zur Unzeit, wenn das Stresslevel hoch ist. Das muss man wissen, und dann schnell möglichst richtige Entscheidungen treffen – der Plan B muss dann ran.

Musste dieses Jahr bislang ein Plan B her?

Ja. Das Team der Kleinen Kneipe, das seit Jahren sonntags die Playback-Show veranstaltet, musste Anfang der Woche leider absagen. Aber ich konnte die „Crazy Girls“ aus Biere aktivieren. Wissen Sie, wie dankbar ich den Mädels bin, dass sie kommen? Wir kennen und schätzen ihre Show sehr.

Was werden die Höhepunkte der Festtage sein?

Auch hier gibt es natürlich unterschiedliche Auffassungen und Meinungen. Jeder hat so seine persönlichen Vorlieben. Ich denke, für die Kinder sind die Karussells der Schausteller, der Fackelumzug und das Feuerwerk solche Höhepunkte. Für alle „Großen“ sind es sicher die Abendveranstaltungen im Zelt. Am Freitag mit „Tänzchentee“ und am Sonnabend die Schlagerparty mit der Partyband „Let‘s dance“ und den Ausscheiden zu Pflaumenkuchenkönigin und -könig.

Beim Pflaumenkuchenmarkt gibt es wieder viele verschiedene Varianten Pflaumenkuchen. Aber die Frucht wird doch auch anders dargeboten, oder?

Ja, natürlich. Wir haben immer nach neuen Möglichkeiten, außer Pflaumenkuchen mit Sahne, gesucht. Wir wollten mehr mit dieser Frucht anbieten. Seit gut 25 Jahren gibt es den Pflaumenschnaps – der Renner! Er kommt seit einigen Jahren von einer Firma aus Welsleben, also Bördeland. Dann haben wir es mit Pflaumenbier probiert und werden es auch in diesem Jahr wieder anbieten. Geschmäcker sind eben verschieden, und es muss sich vielleicht erst etablieren und seine Freunde finden. Wir sind für kreative Vorschläge offen.

Können Sie wieder auf Ihr bewährtes Vorbereitungsteam bauen?

Ja, und dafür bedanke ich mich sehr herzlich. Seit 2015 gibt es unser kleines und feines Planungsteam. Wir sind acht interessierte Leute. Es passt alles sehr gut, weil auch durch die jüngeren Mitstreiter neue Ideen kommen. Wir haben das jetzt „vier Lehrjahre“ praktiziert, und ich bin mir sicher, sie würden den Pflaumenkuchenmarkt jetzt auch ohne mich meistern! Ich bin nicht der Nabel der Welt. Aber, hier ist das Interesse für diese Tradition vorhanden und damit klappt das. In Stresssituationen, die gibt es tatsächlich, sogar auf Zuruf. Ein Dankeschön auch an die Unterstützung von Feuerwehr, Sportverein, Kita, Grundschule, Volkssolidarität, Gemeindearbeiter.

Sie wollten sich mit den Glöthern kurzschließen, damit nicht beide Orte an einem Tag feiern, sondern sich im Idealfall besuchen.

Das habe ich im vergangenen Jahr auch prompt getan. Mario Pape, der Oberorganisator in Glöthe, war sehr freundlich. Wir haben über die diesjährigen Termine gesprochen, und ich wünsche den Mitstreitern in Glöthe am 7. September ein tolles Fest. Ich werde mit Sicherheit mal kurz in Glöthe vorbeischauen. Nicht heimlich, sondern ich werde das Gespräch suchen. Ich würde mich aber auch sehr freuen, unsere übernächsten Nachbarn in Großmühlingen zu begrüßen – aber auch nicht heimlich ...

An beiden Tagen wird ein Trödelmarkt stattfinden. Ist der neu? Wie kam es dazu?

Der Trödelmarkt ist neu. Ich bekam über eine Großmühlingerin den Tipp, und sie gab damit die Idee dazu. Wir haben es im Team diskutiert und fanden diesen Vorschlag gut. Deshalb rufen wir hiermit alle auf, die gern trödeln, am Sonnabend und Sonntag auf unserer Händlermeile ihre Stände aufzubauen. Die Standgebühr beträgt fünf Euro und wird für einen guten Zweck gespendet. Vielleicht beleben wir damit unsere Händlermeile etwas. Ab 10 Uhr ist das möglich und solange, wie es Spaß und Sinn macht. Wir freuen uns über eine hoffentlich rege Beteiligung.

Vervollständigen Sie bitte den Satz: Ich wünsche mir, dass am Wochenende des Pflaumenkuchenmarktes …

... alle Besucher mit dem Angebot zufrieden sind und gern wiederkommen. Dass das Wetter uns nicht im Stich lässt und der 190. Pflaumenkuchenmarkt ohne nennenswerte Probleme über die sprichwörtliche Bühne geht und sich damit unsere Arbeit gelohnt hat. Für Ideen, Hinweise und Tipps sind wir jederzeit offen, und es ist von uns auch gewünscht.

An dieser Stelle möchte ich mich sehr bei allen Sponsoren bedanken. Ohne ihre Unterstützung ist so ein Fest undenkbar und nicht möglich. Ich hoffe natürlich auch im nächsten Jahr auf ein offenes Ohr. Bedanken möchte ich mich, im Namen unseres Teams, bei jeder helfenden Hand aus unserem Ort. Nur gemeinsam klappt das. Ich bin auch weiterhin zuversichtlich. Und nun schauen wir in Vorfreude auf unseren 190. Pflaumenkuchenmarkt.