Schönebeck l Es ist geschafft! Viereinhalb Jahre nach dem schweren Hochwasser der Elbe und der damit einhergehenden Zerstörung des alten Bootshauses wurde am Freitag der Ersatzneubau des Vereins- und Ruderbootshauses des Ruderclubs von Union 1861 übergeben. Mit dabei war Politprominenz: Sachsen-Anhalts Innenminister Holger Stahlknecht, Thomas Kühne von der Investitionsbank und Oberbürgermeister Bert Knoblauch. Sie feierten gemeinsam am Schönebecker Elbufer mit den Sportlerinnen und Sportlern das neue Vereins- und Bootshaus.

Der nach nur einjähriger Bauzeit fertiggestellte Neubau war nach massiven Schäden am alten Bootshaus notwendig geworden und wurde zu 100 Prozent im Rahmen der Aufbauhilfe zur Hochwasserschadensbeseitigung durch das Land Sachsen-Anhalt gefördert. So flossen etwa 1,76 Millionen durch die Investitionsbank Sachsen-Anhalt ausgereichte Euro aus Landes- und Bundesmitteln in den freundlichen, hellen und modern ausgestatteten Zweigeschosser am Schönebecker Buschweg. In dessen Erdgeschoss finden nun die etwa 60, in drei Hallen gelagerten Ruderboote, ein Drachenboot sowie eine Bootswerkstatt Platz, während sich im Obergeschoss (Förderung über 76.000 Euro) großzügige Aufenthalts-, Kraftsport- und Sozialräume mit barrierefreien Toiletten befinden. Im Bedarfsfall eines überfluteten Erdgeschosses können die Sportboote schnell auf die Dachfläche umverlagert werden.

Guter Tag für Rudersport

Sachsen-Anhalts Minister für Inneres und Sport, Holger Stahlknecht, zeigte sich vom Neubau beeindruckt: „Das ist ein guter Tag für den Rudersport. Nicht zuletzt, weil der Ruderclub von Union 1861 über eine starke Kinder- und Jugendabteilung verfügt, ist dieser Neubau eine nachhaltige Investition in die Zukunft. Hier geht eine sinnvolle Freizeitgestaltung mit der Entwicklung sozialer Kompetenzen zusammen“, so Stahlknecht.

Thomas Kühne freute sich während eines Rundgangs über die gelungene Verwendung der Mittel und stellte fest: „Das Vereinsbootshaus ist eine von 6.000 Bewilligungen der Investitionsbank über insgesamt 400 Millionen Euro. Davon flossen rund 100 Millionen Euro in die Sportstätteninfrastruktur. Mehr als eine halbe Milliarde Euro wurden und werden in den Wiederaufbau nach dem verheerenden Hochwasser investiert – auch ein Konjunkturprogramm für die hiesige Wirtschaft.“

Als „nun offenbar wasserdichte Lösung“ bezeichnete indessen Schönebecks Stadtoberhaupt Bert Knoblauch das Gebäude, es stelle nicht zuletzt eine gelungene Mischung von „Zweck und Form“ dar: „So ist das letzte Stück östliches Elbufer unserer Stadt nun wohl auch eines der schönsten.“ Er sprach von einem großen Moment in der noch jungen Vereinsgeschichte von Union 1861 und wünschte den etwa 80 Ruderern viel Erfolg in Training und Wettkampf und „immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel“.

Heimische Firma dabei

Neben dem Land und der Investitionsbank dankte er den Planern und Baubetrieben – vor allem aus der heimischen Region – für die Bauleistung, würdigte das begleitende Engagement des Vereins als einem der größten in Sachsen-Anhalt sowie auch die langfristige Unterstützung durch den Hauptsponsor Stadtwerke Schönebeck.

Union 1861 im Internet: www.union1861.de