Bad Salzelmen l Pumpen, Kabel, Schalter und ganz viele Rohre. Im Keller des Solequells verbirgt sich das, was für Besucher in aller Regel unsichtbar bleibt: Die Technik, die hinter dem Bad steckt. „Wir mussten noch kein einziges Mal wegen technischer Probleme schließen“, sagt Sibylle Schulz, Leiterin des städtischen Eigenbetriebs Solepark, zu dem auch das Solequell gehört, und klingt ein bisschen stolz. Zu Recht, denn damit das auch so bleibt, werden einmal jährlich gründliche Wartungsarbeiten durchgeführt. Die dafür vorgesehenen Kosten: etwa 60.000 Euro.

Im Foyer des Solequells gibt es die ersten Neuerungen zu sehen: Hier wird auf LED-Technik umgerüstet. Eine Maßnahme, mit der vor allem langfristig Energie gespart werden soll. Zum Vergleich: Vorher hatten die Lampen zusammen eine Leistung von 1.300 Watt (80 Watt pro Lampe), jetzt sind es bloß noch 19 bis 24 Watt pro Lampe. Der technische Mitarbeiter Uwe Haberhauffe erklärt: „Insgesamt sind das im Foyer nach der Umrüstung nur noch 300, maximal 400 Watt.“ Ebenfalls neu in der Badehalle: Elf neue Fensterscheiben, die bereits eingebaut wurden.

Neue Farbe für die Wände

Es geht weiter in die große Schwimmhalle des Solequell. Hier wurde das Wasser – in allen Schwimmbecken des Bades sind das insgesamt etwa eine Million Liter – komplett abgelassen. „Das passiert nur einmal jährlich“, erklärt Sibylle Schulz. Wie wird das Bad das restliche Jahr über sauber gehalten? Die Solepark-Chefin erklärt: „Zunächst einmal wird das Wasser in den Becken quasi einmal pro Tag komplett umgewälzt.“ Heißt: Pro Badegast laufen etwa 300 Liter Wasser durch die Filteranlagen und als Frischwasser zurück ins Becken. Auch werde der Boden des Beckens regelmäßig von Mitarbeitern zur Kontrolle abgetaucht und beispielsweise auf schadhafte Fliesen kontrolliert.

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Was muss dieses Jahr im Becken erledigt werden? „Es werden erneut Unterwasserscheinwerfer ausgetauscht“, erklärt Sibylle Schulz. Das gehöre zu den Maßnahmen, die regelmäßig ergriffen werden müssen. Das komme unter anderem durch die Natursole. Denn das für die Haut so wohltuende Salz ist für die Technik nicht unbedingt pflegend. Es greift unter anderem Kabel und Metall an.

Während die Arbeiten am Becken für den Besucher eher unsichtbar sind, werden die Erneuerungen, die derzeit an den Wänden stattfinden, dem regelmäßigen Solequell-Besucher wohl als erstes auffallen. „Hier haben wir das Farbkonzept umgestellt“, erklärt Sibylle Schulz. Ein neuer Grünton mit anthrazit-farbenen Streifen soll der Halle einen frischen Look verpassen.

Keine Schäden festgestellt

Größere Schäden seien während der Wartungsarbeiten zu nicht festgestellt worden. Dennoch sei das Programm auch so straff genug. „Jeder Arbeitsschritt muss genau geplant sein, die unterschiedlichen Handwerks-Betriebe, die wir einsetzen, müssen zeitlich aufeinander abgestimmt werden“, erklärt Sibylle Schulz. Sie und Badbetriebsleiterin Micaela Neuenfeld sind dabei besonders froh, dass die Mitarbeiter jedes Jahr fleißig mithelfen. So übernehmen sie beispielsweise Reinigungsarbeiten, aber auch das Schleifen und Lasieren der Fensterrahmen.

Eine Aufgabe, die Mitarbeiter ebenfalls übernommen haben, ist das Stopfen des Dampfsolebads. Sibylle Schulz zeigt einen Ast mit Schwarzdorn und erklärt: „Durch die Dornen zerstäubt sich die herabrieselnde Sole viel feiner.“ Micaela Neuenfeld ergänzt augenzwinkernd: „Nur zum Anfassen ist er natürlich nicht ganz so angenehm.“

Ein Blick in den Sauna-Außenbereich zeigt einige Mitarbeiter beim Putzen und Äste beschneiden. Denn auch die intensiven Reinigungsarbeiten des kompletten Bades gehören zu den Wartungsarbeiten. Die kleine Tour führt zurück zum Eingangsbereich. Dass sie all die Arbeiten innerhalb von nur zwölf Tagen schaffen würden, hätten sie nicht zuletzt den Mitarbeitern zu verdanken, sagt Sibylle Schulz. Sie findet: „Da darf man auch einfach mal Danke sagen.“

Wann ist wieder offen?

Die Wartungsarbeiten gehen noch bis zum 13. Juli. Am 14. Juli öffnet das Soleheilbad dann wieder ab 9 Uhr.