Schönebeck l Schönebeck – die Stadt mit zwei Adressen. Zumindest im Internet. Denn je nachdem, ob man mit Smartphone beziehungsweise Tablet oder mit einem Desktop-PC die Internetseite der Stadt aufruft, ändert sich die Internetadresse. Möchte man mit Laptop oder Computer die Seite der Stadt aufrufen, lautet die Adresse http://www.schoenebeck.de/ und schon ist man da, wo man hin will – auf der städtischen Internetseite. Hier finden sich Telefonnummern zu Behörden, Infos über die Stadt, Veranstaltungshinweise, öffentliche Bekanntmachungen und vieles mehr.

Mit dem Handy kann man zwar auch diese Adresse eintippen, wird aber sofort und ungefragt weitergeleitet. Statt auf derselben Seite zu landen wie ein PC-Nutzer, wird man auf www.schoenebeck.cityguide.de umgeleitet.

Dem Smartphone angepasst

Und das wurde auch bewusst so eingerichtet, wie Stadtsprecher Hans-Peter Wannewitz erklärt: „Wie andere Städte auch unterhalten wir neben unserer Homepage eine sogenannte City-App für Smartphone-Nutzer, die der offiziellen Webpräsenz ähnelt, nur kompakter und benutzerfreundlicher, also dem Umgang mit dem Smartphone angepasst ist.“ Kosten entstehen der Stadt dadurch nicht, so Wannewitz.

Diese für das Smartphone überarbeitete Webpräsenz wird durch den Drittanbieter „City Guide“ des ehs-Verlags mit Sitz in Magdeburg betreut. Zum Großteil werden Inhalte verwendet, die auch auf der herkömmlichen Internetseite der Stadt auftauchen. Allerdings gibt es auch „nutzergenerierte Inhalte“, wie ein Mitarbeiter vom ehs-Verlag mitteilt. Diese stammen zum Beispiel von Unternehmen, die sowohl kostenlose, als auch bezahlte Einträge auf der Seite platzieren können – so finanziert sich City Guide.

Inhaltliche Unterschiede

Kleine inhaltliche Unterschiede gibt es aber auch. So findet man beispielsweise auf der gewöhnlichen Schönebeck-Homepage auch die Namen von Sachgebietsleitern der Stadt. Bei City Guide werden nur ein paar Namen angezeigt, aber nicht alle. Das ist nicht von immenser Bedeutung aber eben ein Unterschied. Darüber hinaus unterscheiden sich die beiden Schönebecker Seiten hinsichtlich Aufbau und Design deutlich.

Am einfachsten wäre es wohl, wenn Smartphone-Nutzer sich einfach aussuchen könnten, welche Seite sie aufrufen möchten. Technisch ist das ohne weiteres möglich. Städte wie Gardelegen machen es vor. Die Stadt in der Altmark nutzt auch das Angebot von City Guide, doch eben nur ergänzend. Grundsätzlich landen Smartphone-Nutzer immer erst auf der „originalen“ Website der Stadt.

Keine Verlinkung

Auch ein direkter Link von der City Guide Seite zur klassischen Homepage wäre denkbar, doch die Stadt hat sich dagegen entschieden. „Eine direkte Verlinkung von der App aus ist wenig sinnvoll, da man dann den Sinn der App konterkarieren würde“, sagt Stadtsprecher Wannewitz.

Eine andere Option für den Internetauftritt der Stadt wäre das sogenannte „Responsive Webdesign“. Dabei erkennt die Website gewissermaßen von allein, ob der Nutzer einen PC oder ein Smartphone verwendet und passt daraufhin Bedienung und Darstellung an.

Überarbeitung der Website geplant

Allerdings könnte die derzeitige Website für dieses Webdesign technisch schon zu überholt sein. Dessen ist man sich bei der Stadt bewusst, sagt Wannewitz. „Technisch ist unsere Website ohnehin veraltet, aber das wird sich im nächsten Jahr ändern. Für 2019 ist geplant die Seite neu aufzusetzen. Die Ausschreibung dafür ist bereits im Gange und wir hoffen, unsere Website in professionelle Hände zu geben.“

Übrigens gibt es doch zwei Möglichkeiten, mit denen auch Smartphone-Nutzer die herkömmliche Schönebecker Internetseite (www.schoenebeck.de.) aufrufen können. Diese sind zwar nicht auf Anhieb ersichtlich, aber funktionieren.

Varianten zur Umleitung

So kann man zum Beispiel bei der City-App einfach auf den großen Button „Sag´s uns einfach“ klicken und schon wird man auf die herkömmliche Internetseite der Stadt umgeleitet. Eine andere Variante funktioniert so: Unter der Überschrift „News“ einen Artikel aufrufen und unter dem Text auf „Quelle“ tippen.

Eine dritte Möglichkeit, um die herkömmliche Seite via Smartphone aufzurufen, bestünde darin, bei Google „Schönebeck (Elbe)“ zu suchen, sagt Stadtsprecher Hans-Peter Wannewitz. Man müsse nur weiter herunterscrollen, bis der Link auftaucht. Beim Test durch die Volksstimme hat das allerdings nicht funktioniert. Unter den ersten 50 Treffern befand sich nicht die „klassische“ Website, weder bei einem Android-, noch bei einem iOs-Smartphone.