Kleinmühlingen l Prächtig anzusehen ist er, der Weinachtsbaum vor der Kirche in Kleinmühlingen. Zahlreiche Kinder haben sich bereits davor versammelt, um ihn mit selbstgebastelten Sternen oder Weihnachtskugeln zu versehen. „Das ist das erste Mal, dass wir vor dem ersten Advent den Baum in dieser Form gemeinsam schmücken“, sagt Ortsbürgermeister Tim Sroka. Ein Stern nach dem anderen wird an die ausladenden Äste des Bäumes gehängt.

Basteln konnte jeder, der Lust hatte, sagt Simone Lorenz, die Leiterin der Kita „Mühlenspatzen“. Die meisten der ein- bis fünfjährigen „Weihnachtsbaumschmuck-Designer“ haben sich richtig Mühe gegeben, so etwa Lars Bockstiegel oder Luisa Thomalla. Auf dem Arm von Mama Viktoria freut sich derweil die dreijährige Summer Elaine Wilke über den glitzernden Baum.

Adventsstimmung ist gelungen

Im Einsatz ist auch die Freiwillige Feuerwehr Kleinmühlingen. Vor der Feuerschale von Frank Knappe warten bereits die Schwestern Lara (6) und Lisa Schulze (10) darauf, dass das Feuer etwas Wärme spendet. Denn in Kleinmühlingen ist es am Freitagabend schon etwas kalt geworden. „Passt doch zur Adventsstimmung“, sagt Erich Fanselow, der mit Urenkel Willi und dessen Mutter Anett Hoffmann auf einer Bank Platz genommen hat. Becher mit dampfendem Inhalt halten sie in Händen und wärmen sich daran. „Glühwein und Kinderpunsch“, freut sich Fanselow. Anett Hofmann ist mit ihren beiden männlichen Begleitern extra aus Großmühlingen gekommen. „Es ist wirklich schön hier. Wäre toll, wenn das in Bördeland überall Schule machen könnte“, so ihre Hoffnung.

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Währenddessen denkt Werner Mützelburg nicht ans Frieren. Der Grillmeister brät Würste und Buletten im Akkord. Keine Zeit an Kälte zu denken. Nun ist der Moment gekommen, da der Baum in seinem unteren Drittel schon etwas unter der Last der prächtigen Weihnachtssterne und Kugeln ächzt.

Ein lustiger Zeitgenosse fordert, man möge den Kindern doch endlich mal eine Leiter an den Baum stellen. „Alles kein Problem, der Baum ist robust“, sagt Andreas Conert. Er muss es wissen, denn er hat den 17 Jahre alten Baum aus dem Garten von Volker Sroka geholt. „Der Transport war gar nicht so einfach. Wir mussten einen Teleskoplader benutzen“, erinnert sich Conert.

Und so wurde der Baum hängend an Ort und Stelle verbracht. In einem Stück steht das prachtvolle Exemplar nun unweit der Kirche. Mindestens bis zum Heiligabend wird er Weihnachtsstimmung verbreiten.

Alles in allem ein gelungener Start in den Advent. Es sieht fast so aus, als könnte dies heute der Auftakt für eine in Zukunft fortdauernde Tradition in Kleinmühlingen gewesen sein.