Warmsdorf/Güsten l  Das Programm am 18. August nimmt Konturen an. Auch Stadt Güsten und Saale-Wipper-Verwaltung signalisieren Unterstützung. Bei einer weiteren Beratung zur Vorbereitung der 1000-Jahr-Feier in Warmsdorf konnte sich Petra Schneider erneut über eine große Runde von Mitstreitern freuen. Und die engagierte Warmsdorferin hatte einen Entwurf mitgebracht, der schon ordentliche Konturen für das Festprogramm erkennen ließ. Zuletzt hatte man sich auf das Mittelalter als inhaltlichen Schwerpunkt geeinigt.

Das Konzept sei besonders wichtig als Grundlage für Spendenaktivitäten, die schnellstens beginnen müssten, so die Chefin des Organisationsteams. Dass ihr Entwurf schon recht gelungen ist, bewies der Applaus aller Anwesenden im Saal der Landgaststätte von Kalnassy.

Gemeinsam wurden die Punkte durchgegangen und Änderungen vorgenommen. Das Programm sieht unter anderem vor, dass an der Eröffnung des Jubiläumsfests auch der Kirchenpräsident der evangelischen Landeskirche Anhalts teilnimmt. Einwohner von Amesdorf und Warmsdorf werden ein kleines Theaterstück zur letzten Hinrichtung in Warmsdorf aufführen. Warmsdorfer Geschichte will auch der Heimatverein Ränzelstecher Güsten-Osmarsleben in einer Ausstellung unter Einbeziehung von Material aus der Sammlung des Ortschronisten Peter Mempel vermitteln.

Raben aus Schneidlingen

Die Raben, ein Verein aus Schneidlingen, wird das Mittelalter unter anderem mit einer Taverne, Bogenschießen und „Kinderbespaßung“ lebendig werden lassen.

Familie Norbert und Hannelore Franke aus Amesdorf wollen das bunte Treiben zwischen den Zelten und Buden im Park in anhaltischer Winzertracht von 1806 und mit Weinproben vom Blauen Bernburger bereichern.

Auch der Rassegeflügelverein Amesdorf sowie Jäger aus dem einheimischen Revier werden kleine Ausstellungen präsentieren.

Für Gaumenschmaus und Trank wird reichlich gesorgt sein. Laut Konzept grillt der Warmsdorfer SV ein Spanferkel, bringen die Jäger ein Wildschwein mit, richten die Angler Fisch an. Natürlich beteilige sich auch die Landgaststätte an der Versorgung. Es werden Bier und Met und Blauer Bernburger in Strömen fließen.

Tagelöhner kommen

Musik von den „Tagelöhnern“ hat Pfarrer Arne Tesdorff bereits bestellt, und die Kirche wird sie auch bezahlen. Diese Rechnung ist allerdings die einzige, deren Begleichung bislang gesichert ist.

„Wir haben nach aktuellem Stand 7500 Euro Aufwand“, erklärt Petra Schneider. Das sei eine grobe Orientierung, und es werde sich sicher noch etwas ändern. Aber die Organisatoren der 1000-Jahr-Feier seien auf jeden Fall auf Spenden angewiesen.

Petra Schneider zeigte sich schonmal erleichtert, dass die Stadt Güsten als Veranstalter auftreten werde. Damit würden die Ehrenamtlichen allein in Sachen Genehmigungen und Verträge enorm entlastet. Eine große Unterstützung wäre zudem eine Alternative zu Dixi-WCs.

In Aussicht gestellt hat derweil der Haupt- und Finanzausschuss der Stadt Güsten, dass für das Warmsdorfer Fest nun 1000 Euro statt anfangs 500 in den Haushalt 2018 eingestellt werden.

Die nächste Beratung zur Vorbereitung des Fests am 18. August 2018 ist für den Jahresanfang anberaumt. Den genauen Termin will die Chef-Organisatorin rechtzeitig mitteilen.