Egeln l Geplant sei an diesem Standort drei alte Anlagen zurückzubauen und fünf neue zu installieren, so dass sich die Kapazität des Windparks dann auf 41 Windkraftanlagen erhöht, sagte der Geschäftsführer der als Investor fungierenden DSM Wind GmbH Heiko Mannel der Staßfurter Volksstimme.

Höhe von 215 Meter geplant

Angestrebt werde für die neuen Anlagen eine Gesamthöhe von 215 Meter. Vorher seien es 200 Meter gewesen. Die Nabenhöhe soll laut Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr, welches die geplante Erweiterung des Windparks Egeln-Nord mit den Erfordernissen der Raumordnung für vereinbar hält, aber auf 150 Meter und der Rotordurchmesser auf 130 Meter begrenzt werden.

Mannel nahm Mittwochabend an der Sitzung des Stadtrates teil, wo die Beratung und Beschlussfassung zur Abwägung des Vorentwurfes sowie die Auslegung des Entwurfes der 3. Änderung des Bebauungsplanes „Vorhaben- und Erschließungsplan Windpark Egeln“ auf der Tagesordnung standen.

Plan veröffentlicht

Die Aufstellung der 3. Änderung hatte der Rat im August 2015 beschlossen. Danach wurden der Vorentwurf erarbeitet und die Öffentlichkeit sowie die Teilnehmer öffentlicher Belange beteiligt, teilte die Verwaltung mit.

Die eingegangenen Stellungnahmen wurden geprüft. Dem Stadtrat kam nun die Aufgabe zu, die Einwände abzuwägen und einen Beschluss dazu zu fassen, was in allen Punkten einstimmig erfolgte. „Abwägungsrelevant ist nur die Stellungnahme des Ministeriums für Landesentwicklung und Verkehr sowie des Salzlandkreises. Alle anderen Stellungnahmen enthalten nur Hinweise, welche redaktionell in die einzelnen Planteile aufgenommen werden“, heißt es in der Beschlussvorlage. Der Stadtrat billigte den vorgelegten Entwurf nebst Begründung und Umweltbericht und beschließt die Auslegung. Sie ist öffentlich bekanntzugeben. Bürgermeister Reinhard Luckner (UWGE) wurde beauftragt, dem Salzlandkreis, dessen Hinweise den Inhalt des B-Planes wesentlich berühren, vom Ergebnis der Abwägung in Kenntnis zu setzen.

Vorhaben bereits entschieden

„Der Stadtrat hat sich für dieses Vorhaben schon vor Jahren entschieden“, sagte Luckner. CDU-Fraktionschef Friedrich Bollmann regte an, an Stelle des mit dem Investor abzuschließenden städtebaulichen Vertrages für die Erneuerung der Ecke am alten Museum die grundhafte Auskofferung des Hunnengrabens und dessen zweijährige Pflege aufzunehmen. „Ich sehe nicht, dass wir in diesem Jahr 100 000 Euro aufbringen können“, sagte Bollmann. SPD-Fraktionschefin Rosemarie Schmidt und UWGE/Grüne-Fraktionschef Jürgen Riehl signalisierten Zustimmung.

Schmidts Wunsch nach einer Übersicht über die Einnahmen aus dem Windpark lehnte Luckner mit Hinweis auf das Steuergeheimnis ab. „Schauen Sie in den Haushaltsplan. Da stehen die Einnahmen aus Gewerbesteuern drin“, so der Bürgermeister. Die Wind GmbH unterstütze auch die Vereine.

Schmidt reagierte darauf mit den Worten: „Dann lass ich mir etwas einfallen.“