Staßfurt l Die schönen Landschaftsfotos von Andy Jahr, meist von der Drohne aus fotografiert, sind jetzt regelmäßig in der Staßfurter Volksstimme zu sehen. Grund genug, den leidenschaftlichen Fotografen auf eine „Tasse Kaffee“ in die Redaktion einzuladen.

Fotografiert hat er schon immer gern, erzählt Andy Jahr. Als sein erstes Kind, das heute vier Jahre alt ist, geboren wurde, hat er sich diesem Hobby wieder stärker gewidmet und versucht, den kleinen Jungen in Szene zu setzen.

Makroaufnahmen

Zu dieser Zeit wohnte er auch noch in Hohenerxleben. Dort hatte er sich mit Judith Doberstein zur Fotografie ausgetauscht, die heute als Hobbyfotografin im Internet genauso bekannt ist. „Damals habe ich wie sie Makroaufnahmen von Details in der Natur und kleinen Tierchen gemacht“, erzählt Andy Jahr. In der Zwischenzeit hat er sich viel belesen. In Sachen Fotografie gäbe es unendlich viele Aspekte, die man berücksichtigen und lernen müsse, angefangen bei Blende und Belichtungszeit. Heute hat Andy Jahr drei Kameras, mit denen er je einen anderen Fotos-Stil erreichen kann.

Durch das Fotografieren seines Sohnes ist er zur Portraitfotografie gekommen, die er bis heute liebt. Dabei stehen seine Protagonisten aber nicht einfach vor einer weißen Wand im Studio, sondern er bildet sie in Bewegung ab, in der Natur, mit tollem Licht und wunderschöner Farbgebung. „Die Technik ist die eine Sache“, sagt Andy Jahr. „Aber wie man jemanden hinstellt und ihn zum Lachen bringt, ist eine andere.“ Letztendlich sei es die größte Herausforderung, eine Atmosphäre zu schaffen, in der das Model unbeschwert wirkt und sich wohlfühlt.

Tiere, Landschaften und besondere Lichtstimmungen sind Hauptmotive seiner Fotos. Besonders der Harz, wo er am liebsten noch mehr Zeit mit der Kamera verbringen würde, hat es ihm fototechnisch angetan. „In so einer flachen Landschaft wie hier um Staßfurt finde ich es schwieriger zu fotografieren, als im hügeligen Harz“, erzählt Andy Jahr.

Drohne

Der neueste Schrei beim Fotografieren ist für ihn die Drohne. Gleich der erste Flugversuch verlief super, das Fluggerät liegt gut in der Luft und balanciert sich von allein aus. „Ich verbinde es mit meinem iPad, wo das Bild live übertragen wird. Über das iPad kann ich dann auch auslösen“, erklärt der Hobbyfotograf, der natürlich schon mit dem nächsten Modell der Drohnengeneration liebäugelt.

Seine Seite im sozialen Netzwerk Facebook führt er unter dem Namen „Andy Jahr Photography“ - mit 2863 Fans. Seine Seite ist so beliebt, dass sich bei ihm ab und an Menschen melden, die gern von ihm fotografiert werden möchte. Hier benutzt Andy Jahr die Methode „Time For Prints“ (TFP). „Damit erklärt sich das Model einverstanden, dass ich die Fotos auf meine Seite setzen kann. Dafür erhält es die Fotos für sich“, so Andy Jahr. So ist kein Geld im Spiel, hier steht nur das Hobby im Vordergrund. Das Model oder die Models sucht sich dann noch die besten Fotos aus, die Andy Jahr extra bearbeitet.

Für ihn soll es auch nie ums Geld beim Fotografieren gehen, betont er. „Wenn sich die Models zur Verfügung stellen, dann kann ich üben.“ Sicherlich würde viel von der Leidenschaft verloren gehen und Druck entstehen, würde er das Fotografieren zum Beruf machen. Andy Jahr ist überzeugt: „Dann ginge der Spaß an der Sache flöten.“