Ausbildung im BBRZ

Im Beruflichen Bildungs- und Rehabilitationszentrum werden ausgebildet: Köche, Fachpraktiker in den Bereichen Küche, Hauswirtschaft, Garten- und Landschaftsbau, Metallbau, Holzverarbeitung, Bauten- und Objektbeschichtung sowie Fachwerker für Hochbau.

Ziel ist, alle 40 neuen Lehrlinge zum Abschluss zu bringen. Erfahrungsgemäß werden 75 Prozent am Ende auch vermittelt.

Von den diesjährigen 31 Absolventen haben 80 Prozent die Aussicht auf einen Arbeitsvertrag.

Rathmannsdorf l Fingernägel lackieren? Das stellen die jungen Frauen hier hintenan. Sie wollen nach erfolgreicher Ausbildung mit Malerfirmen für frische Farbe sorgen oder gar Autos lackieren. Von sieben Azubis im Bereich Bauten- und Objektbeschichtung sind immerhin drei „Azubinen“.

Mia Sophie Linek versteht die Verwunderung nicht. „Wenn man weiß, wie‘s geht! Und Spaß daran hat!“ erklärt die aufgeschlossene junge Frau ihren Weg, als wär‘s die normalste Sache der Welt. Mia Sophie hat derweil schon ein Jahr in der Berufsvorbereitung in den Beruf geschnuppert.

Und so kann sie den ganz neuen Mitlehrlingen wie Benjamin Steinke schon gleich nach der Begrüßung einiges über die bevorstehende Zeit in den Lehrwerkstätten des BBRZ verraten.

Bilder

Dass die Lehrzeiten hier nicht die schlechtesten sein werden, daran lassen Vereins- und Geschäftsleitung keinen Zweifel. Man spricht teilweise von Rundum-Betreuung, auch mit Sozialpädagogen.

Oberbürgermeister Sven Wagner (SPD) macht bei der Begrüßungsfeier auf die Bedeutung der Ausbildungszeit aufmerksam. Der Grundstein sei gelegt. „Sie arbeiten jetzt am ersten Stockwerk Ihrer beruflichen Zukunft.“ Aus eigener Erfahrung könne er sagen, dass vielleicht nicht wirklich alles interessant sein werde. Wagner machte den Lehrlingen Mut: „Nicht jeder kann überall gleich gut sein. Jeder hat aber auch seine Stärken.“

Fähigkeiten

Von der Vertreterin des Arbeitsamts erfahren die 40 Lehrlinge, dass die Wirtschaft im Salzlandkreis sie braucht. Was man in den kommenden drei Jahren erwarte, sei gar nicht so viel: Fleiß, Willen, Pünktlichkeit und Teamfähigkeit.

Und dass die Vermittlung solcher Eigenschaften nicht weh tun, wird auch Bryan Tornack bestätigen. Der 21-Jährige ist „Durchsteiger“, was heißt: Nach erfolgreichem Abschluss seiner dreijährigen Ausbildung zum Beikoch hängt er noch zwei Jahre dran, um seinen Facharbeiterbrief als Koch zu bekommen. Damit hätte er noch bessere Chancen auf eine gute Arbeit.

„Erstes Ziel ist, alle zum Ausbildungsabschluss zu bringen“, so Ausbildungsleiterin Silke Krenckel. Geschäftsbereichsleiter Steffen Berendt ergänzt, dass erfahrungsgemäß 75 Prozent der Jugendlichen nach erfolgreicher Ausbildung vermittelt werden können.

Von den 31 Absolventen dieses Jahres haben 68 Prozent bereits einen Arbeitsvertrag sicher. „Und es werden garantiert noch mehr, wenn die Betriebe die Zeugnisse sehen“, versichert Silke Krenckel.

Hinzu komme, dass der Markt förmlich nach ausgebildetem Nachwuchs schreie. Und sie rechnet sogar mit 80 Prozent Vermittlungsquote, denn die Absolventen, die noch keine Arbeit haben, werden weiter eine Nachbetreuung, unter anderem bei der Bewerbung, genießen.

Am kommenden Montag lernen die nächsten Neuen Schloss Rathmannsdorf kennen: 26 Berufsvorbereiter wollen sich orientieren.

Als jüngstes „Baby“ in der BBRZ-Familie wurde übrigens kürzlich die neue Grundschule in Rathmannsdorf eröffnet (Salzland-Kurier berichtete). 18 Abc-Schützen feierten ihren ersten Tag.