Staßfurt l Hui. Es bleibt frisch. Die Eisheiligen haben die Region weiter im Griff, wie auch heute, so die Vorhersage gestern. Es soll zwar sonnig werden. Aber auch tagsüber werden die Temperaturen 14 Grad nicht übersteigen. Gefühlt sind es sogar nur zwölf Grad. Trotzdem: Heute wird die Badesaison offiziell eröffnet. Auch in Staßfurt in den drei Badeseen. Bei Albertinesee und Strandsolbad fällt heute um 10 Uhr der Startschuss. Täglich bis 18 Uhr halten die Badeanstalten für Wassernixen die Tore geöffnet. Am Löderburger See gibt es schon seit einigen Wochen die Möglichkeit zu planschen.

Passend zur Eröffnung trudelte eine Mitteilung des Ministeriums für Arbeit, Soziales und Integration herein. Alle Seen im Land wurden untersucht, unter den 69 Überprüfungsobjekten sind auch der Löderburger See, das Strandsolbad und der Albertinesee. Die gute, nein, sehr gute Nachricht: Das Trio ist mit Applaus versetzt worden, es gibt dreimal die Note eins. Das heißt: Es herrscht ausgezeichnete Badewasserqualität. So auch im Schachtsee Wolmirsleben.

Wasserproben wurden entnommen. Verschmutzungen und Algenentwicklungen erfasst. Die Einstufung der Badewasserqualität erfolgt aus Ergebnissen der vergangenen vier Jahre. Mehr als 90 Prozent der Gewässer erhielten das Prädikat ausgezeichnet. Dass auch Staßfurts Seen dabei sind, stimmt positiv. „Wir freuen uns natürlich“, sagt Ines Kunert vom Fachdienst Schule, Jugend und Kultur.

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Regelmäßige Kontrollen

Verantwortlich für die Seen sind die Schwimmmeister. „Die machen jeden Tag eine Sichtung“, erklärt Kunert. So finden also regelmäßig Kontrollen statt. Wenn es Unregelmäßigkeiten gibt, erfolgt eine Meldung an die Stadt.

Aktuell wird ja ein Konzept für das Strandsolbad entwickelt. Ein Teil davon ist es auch, den Salzgehalt in oberen Wasserlagen zu erhöhen. „Beim Konzept wird geprüft, wie der Salzgehalt konstant gehalten werden kann. Während dieser unten konstant ist, nimmt er oben ab. Das ist im Detail noch zu erörtern. Wir müssen die Meinung der Experten abwarten“, so Kunert. Mehrere Optionen stehen im Raum. Eine Entlüftung wäre möglich, eine Umwälzung, also Zirkulation steht im Raum. Möglich, dass auch hinzugeführt werden muss. „Die Gewässermechanik soll erhalten bleiben“, sagt Kunert. Der Plan sieht vor, dass im Herbst mit der Umsetzung begonnen werden könnte. Möglich, dass das aber auch erst 2020 passiert.

Auch Michael Schnock, Pächter des Löderburger Sees, gibt die Einschätzung vom Land Planungssicherheit. Das Gewässer ist schon seit April geöffnet. „Als es Mitte April richtig warm war, hatten wir schon viele Gäste“, sagt Schnock. Seit 1. Mai hat das Tourismuszentrum mit allen vielfältigen Aktionsangeboten geöffnet. Denn natürlich kann dort nicht nur gebadet werden. So wurden erst im April mit acht sogenannten neuen Mobilheimen (kleine, containerartige Häuschen mit Strom- und Wasseranschluss sowie Heizungen) neue Übernachtungsmöglichkeiten beim Campen am See geschaffen.

Nur noch Restarbeiten

Baden ist mutig. Wer aber hartgesotten ist, kann natürlich den Sprung ins sprichwörtlich kühle Nass wagen. „Derzeit haben wir eine geschätzte Wassertemperatur von zwölf Grad“, so Schnock. Da ziehen sich die Glieder zusammen. Generell ist aber alles in Ordnung. „Es ist alles fertig. Es sind nur noch Restarbeiten nötig“, sagt Schnock. Aktuell muss zum Beispiel die Rutsche abgekärchert werden. Das wäre eine Verschönerungsarbeit.

Auch am Löderburger See wird einiges dafür getan, dass die Wasserqualität gut bleibt. „Wir haben ständigen Frischwasserzulauf, jährlich werden 18 000 Kubikmeter abgepumpt“, erklärt Schnock. So kann das Wasser nicht umkippen und der See nicht überlaufen. Probleme mit Blaualgen oder Ähnlichem gibt es also nicht.

Im Strandsolbad und Albertinesee wurden vor dem Saisonstart noch einige vorbereitende Dinge erledigt. So wurden im Strandsolbad die Fassade des Wirtschaftstraktes komplett erneuert, auf dem Rundweg die Handläufe geschliffen und erneuert, auf den Gehwegen die Platten repariert, Rabatten und Blumenbeete bepflanzt. Außerdem wurde im Wirtschaftstrakt eine neue Werkstatt eingerichtet. Bei Grünpflegearbeiten wurde der Hang freigeschnitten, im Liegebereich wurden etwa vier bis fünf LKW-Ladungen neuer Sand aufgebracht. Die Bäume im Gelände wurden ausgeästet, Bänke gestrichen sowie Kübel, Tische und Stühle repariert.

Am Albertinesee wurde das Kassenhäuschen neu errichtet. Boote wurden gestrichen, neue Ruder angeschafft, Zäune ausgebessert, das Eingangstor gestrichen. Auch hier wurden die Bäume und Sträucher zurechtgeschnitten. Es gibt jetzt einen Stellplatz für den Grüngutcontainer und eine Treppe für den Bootssteg. Pflasterarbeiten im Eingangsbereich und die Strandreinigung sowie der Erwerb und die Installation neuer Schaukästen machen den Albertinesee fit.