Staßfurt l Rüttelmaschinen übertönen das Vogelgezwitscher, Kräne drehen sich. Metall klonkt auf Metall und Bauarbeiter mit Helmen marschieren mit konzentriertem Blick durch die Stadt. In Staßfurt wird derzeit sehr viel und sehr ausgiebig gebaut. Vielleicht so viel wie noch nie.

Wie steht es um die einzelnen Bauprojekte? Der Oberbürgermeister Sven Wagner (SPD) nutzte die vergangene Sitzung des Stadtrats auch dazu, über den Fortschritt zahlreicher Baustellen zu berichten. Zwei der größten Baustellen in Staßfurt gibt es derzeit am Stadtsee und beim Ersatzneubau der Bodebrücke in der Förderstedter Straße.

Am Stadtsee entsteht das „Haus am See“. Ende des Jahres sollen dort das seit Jahren heimatlose städtische Archiv und die Bibliothek einziehen. Auch ein Veranstaltungssaal ist in den Planungen vorgesehen. Verzögerungen gibt es nicht. „Die Rohbauarbeiten und Dachabdichtungsarbeiten wurden durch die ausführenden Baufirmen abgeschlossen. Der Innenausbau hat im Januar 2020 begonnen“, informiert Sven Wagner. „Bereits ausgeführt sind der Einbau der Fenster und Außentüren sowie der Einbau der Treppenanlage im Haupttreppenhaus.“ Die Dämmung ist abgeschlossen, die Putzarbeiten sind es ebenso. Auch der Innenausbau mit Elektro, Heizung, Lüftung und Trockenbau ist weit fortgeschritten. In der vergangenen Woche wurde mit den Estricharbeiten begonnen. Baubeginn für die Freianlagen war Ende Juni. Die Bauarbeiten beim „Haus am See“ hatten im Sommer 2019 begonnen. Der Bau kostet 2,4 Millionen Euro. Die Stadt Staßfurt hatte dafür 1,7 Millionen Euro an Fördermitteln bekommen.

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Bodebrücke im Oktober fertig

Auch der Neubau der Brücke der „Deutsch-Sowjetischen Freundschaft“ (DSF) kommt voran. „Der Überbau wurde fertiggestellt und vorgespannt. Die Kammerwand der Nordseite wurde betoniert. Derzeit wird der Überbau ausgeschalt und das Traggerüst zurückgebaut“, erklärt Sven Wagner. „Parallel dazu erfolgen die Ermittlung der Ausgleichsgradiente und die Vorbereitung der Abdichtung und der Kappenschalung.“ Derzeit gebe es geringfügige Verzüge an der Baustelle. Durch zusätzliche Arbeitskräfte soll dieser Zeitverzug wieder aufgeholt werden. Es bleibt bei dem Plan, dass die Brücke noch in diesem Jahr freigegeben wird. Das Bauende ist für Oktober vorgesehen. Bis dahin gilt für Autofahrer weiterhin die Umleitung über Salzrinne, Löbnitzer Weg und Am Steinbruch.

Spatenstich für die Bodebrücke war im Mai 2019. Für 3,7 Millionen Euro lässt das Land Sachsen-Anhalt die in die Jahre gekommene Brücke in der Förderstedter Straße erneuern. Die Stadt Staßfurt beteiligt sich mit 42 000 Euro am Gehweg auf der neuen Brücke.