Wolmirsleben l Die Ermittlungen erweisen sich als schwierig, weil von den fünf Müllcontainern und vier 200-Liter-Kübeln, die dort in Flammen aufgingen, kaum noch etwas übrig geblieben ist. Da gebe es kaum noch verwertbare Spuren, sagte der Pressesprecher des Polizeireviers Salzlandkreis, Marco Kopitz.

Deshalb appellierte er an die Bürger und Anwohner, die in der Nähe der Sporthalle und der Grundschule verdächtige Personen- und Fahrzeugbewegungen beobachtet haben und Hinweise zur Aufklärung dieser Straftat sowie zur Ergreifung der Täter geben können, sich jeder Zeit vertrauensvoll an das Polizeirevier des Salzlandkreises in Bernburg, Telefon (03471) 3790, zu wenden.

Große Hitze

Die Polizei geht davon, dass die Müllbehälter vorsätzlich oder fahrlässig in Brand gesteckt wurden. Es könne ja auch sein, dass jemand eine Zigarette oder etwas anderes Brennbares reingeworfen habe, sagte Kopitz.

Durch die Hitze hatte das Feuer schnell auf die angrenzende Sporthalle übergegriffen. Dadurch wurde die Fassade teilweise zerstört. Zudem gingen Fensterscheiben zu Bruch. Die Ortswehren Wolmirsleben und Tarthun waren gegen 1.30 Uhr alarmiert worden.

Wegen der Rauchgasentwicklung hatte der Verbandsgemeinde-Bürgermeister Michael Stöhr (UWGE) die Halle am Sonntag erst einmal gesperrt. Deshalb musste auch ein Handballspiel abgesagt werden.

Gutachter erwartet

Wolmirslebens Bürgermeister Knut Kluczka (CDU) kommentierte den Brand mit den Worten: „Es ist schlimm, dass so etwas passiert.“ Er hofft, dass der entstandene Schaden an der Sporthalle nicht allzu groß ist und schnell wieder behoben werden kann. Dienstag oder Mittwoch werde ein Gutachter das Ausmaß der Zerstörung untersuchen und feststellen, ob es auch hinter der Fassade gebrannt habe, wie viel Putz und Beton beschädigt wurden und was zu tun sei, sagte der Bürgermeister. Nach seiner Auffassung muss der Umkleideraum, in den der Rauch reingezogen sei, saniert oder grundhaft gereinigt und gemalert werden.

Wenn diese Kabine vorrübergehend nicht genutzt werden könne, sei das für die Handballspiele schwierig, erklärte Knut Kluczka, der auch Vorsitzender des Sportvereins Wolmirsleben ist. „Wir müssen unsere Lehren ziehen, ob man die Container künftig dort belassen sollte“, fügte Kluczka hinzu.

Auf die Frage, wann die Sportler dort wieder aktiv werden können, sagte der Verbandsgemeinde-Bürgermeister: „Das muss mit der Versicherung und mit dem Gutachter geklärt werden.“