Staßfurt l Der Tod einer 56-jährigen Staßfurterin am 5. Oktober ist nicht auf ein Verbrechen zurückzuführen. Das erklärt die Staatsanwaltschaft Magdeburg jetzt. „Es wurden keine Hinweise auf Fremdeinwirkung gefunden“, sagt Staatsanwalt Armin Gebauer der Staßfurter Volksstimme auf Nachfrage.

Die Leiche der Frau ist obduziert worden. Bei dieser Untersuchung haben die Rechtsmediziner nach Spuren gesucht, die auf einen Mord oder ein Verschulden Dritter hindeuten. Denn beim Fund der leblosen Frau in dem brennenden Wohnzimmer des Hauses war damals nicht klar, wie es dazu gekommen ist. In solchen Fällen müssen die Behörden zuerst versuchen, ein Verbrechen auszuschließen.

Rechtsmedizin verlassen

„Die Leiche ist bereits wieder freigegeben worden“, so Armin Gebauer. Das bedeutet, dass sie die Rechtsmedizin verlassen und wieder in das gewählte Bestattungsinstitut überführt werden kann, um letztendlich eine Beerdigung durchzuführen.

Für die Todesursache gibt es jetzt noch zwei Möglichkeiten: Entweder die Frau war bereits tot, als das Feuer entstand, oder sie ist durch den Brand gestorben. Annehmbar wäre hier etwa, dass zu viel Rauch eingeatmet wurde und die Frau an einer Rauchvergiftung starb. Das müssen jetzt die weiteren Ermittlungen ergeben. Auch die Frage, wie es eigentlich zu dem Brand gekommen war, muss die Polizei mit ihrem Brandursachenermittler noch herausfinden.

Der Staatsanwalt kann weder das eine noch das andere Szenario bestätigen. Zur Debatte steht auch die Variante: „Es kann möglich sein, dass die Frau den Brand selbst entfacht hat. Fakt ist, dass sie auf der Couch gelegen hat, als sie gefunden wurde“, so Armin Gebauer.

Unglück an einem Freitag

Der Brandursachenermittler der Polizei kann seine Arbeit erst nach der Obduktion der Leiche aufnehmen. Er sichert am Brandort Spuren, die Polizei ermittelt weiter.

Am 5. Oktober, ein Freitag, war es zu dem Unglück in der Staßfurter Freiheitsstraße gekommen. Gegen Mittag wurde die Feuerwehr zu dem Brand in einem Wohnhaus gerufen. Dort hatte es durch den Hitzedruck die Wände der Doppelhaushälfte zerstört. Während ihres Einsatzes fanden die Kameraden die 56-jährige Bewohnerin leblos im Wohnzimmer liegen. Bis zum Abend waren an dem Tag 40 Kameraden, Notarzt, Rettungssanitäter, Polizisten, Seelsorger und Kräfte des THW im Einsatz.