Egeln/Etgersleben l Der Feuerteufel, der die Kameraden der Ortswehr Etgersleben im vergangenen Jahr auf Trab hielt, hat sich nach einem Vierteljahr Pause wieder zurück gemeldet.

Das teilte der Verbandsgemeinde-Bürgermeister Michael Stöhr (UWGE) Dienstagabend in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses des Verbandsgemeinderates mit. Wie er dort berichtete, seien die Ortswehren Etgersleben und Westeregeln Montagabend zu einem Brand in die Karl-Marx-Straße in Etgersleben gerufen worden. „Da, wo es immer brennt“, habe es geheißen, so Stöhr.

„Dass das kein normaler Einsatz gewesen war, hatten die Kameraden schnell zu spüren bekommen, denn sie sind dort mit Flaschen und anderen Gegenständen beworfen worden“, berichtete der Verbandsgemeinde-Bürgermeister.

„Erst mit Hilfe der Polizei konnte dieser Einsatz beendet werden. Gott sei Dank, war die Treffsicherheit des Bewohners nicht mehr die beste, so dass keiner zu Schaden kam“, teilte die Ortswehr Westeregeln auf ihrer Facebook-Seite mit.

Kaum sei die Einsatzbereitschaft wieder hergestellt worden und die Feuerwehrleute seien wohlverdient in ihren Betten gewesen, sei eine Stunde später die nächste Alarmierung mit der selben Adresse erfolgt. „Der Mann hatte selbst die Feuerwehr angerufen und angekündigt, dass er ein Feuer legen wird“, sagte Stöhr.

„Wieder brannte die Feuertonne mit diversem Unrat. Zusammen mit der Polizei und dem Rettungsdienst konnten wir den Bewohner von der Notwendigkeit des Löschangriffes überzeugen“, so die Westeregelner Wehr.

Gegen 1.30 Uhr habe man auch diesen Einsatz beenden können. Die Kameraden hätten dann noch ein paar Stunden wohlverdiente Ruhe genießen können, bevor am Morgen der Wecker klingelte.

„Die Polizei hat den Mann mitgenommen“, sagte Stöhr. Er sei inzwischen aber wieder auf freiem Fuß, stellte der in Etgersleben wohnende Verbandsgemeinderat Detlef Kasten (Fraktion SPD/Freie/Grüne) fest.

„Das geht weit über die Belastungsgrenze der Kameraden“, sagte der Verbandsgemeinde-Bürgermeister. Er äußerte die Hoffnung, dass die Mühlen der Justiz schneller malen und sich in dieser Angelegenheit bald etwas tut.

In diesem Zusammenhang erinnerte Stöhr daran, dass die kleine Ortswehr Etgersleben im vergangenen Jahr mehr als 40 Brandeinsätze absolvieren musste. Deshalb hatte er Ende des vergangenen Jahres der Polizei die Lage der Wehr geschildert, dass die Kameraden „auf dem Zahnfleisch gehen“ und eindringlich um Unterstützung gebeten. „Hier muss mehr Polizeipräsenz in den Ort. In der Bevölkerung herrscht erhebliche Unruhe, seit es auch außerhalb des LPG-Hofes brennt“, so Stöhr.

Der Vorsitzende des Verbandsgemeinderates, Peter Fries (CDU), empfahl den Etgerslebener Kameraden sich, wenn sie beworfen werden, zu wehren, in dem sie den Löschwasserstrahl auf den Brandstifter richten. „Irgenwann muss mal Schluss sein“, sagte er.