Staßfurt l „Es reicht langsam mit der Zündelei.“ In diese Richtung gehen die Kommentare im sozialen Netzwerk „Facebook“ auf der Seite der Feuerwehr Staßfurt, wo die Kameraden ihre Einsätze zur Information für die Öffentlichkeit eintragen.

Gleiches Schema

Nun hat es an diesem Sonntag, 4. März, schon wieder gebrannt in Staßfurt. Es war wieder zur Nachmittagszeit, am Wochenende, und im Zentrumsbereich zwischen Steinstraße und Hecklinger Straße.

Sonntag, 11. März

Genauer wurde die Ortswehr Staßfurt am Sonntag gegen 16 Uhr alarmiert. „Eine Passantin hatte den Brand meldet“, sagt Christian Brinse, stellvertretender Stadtwehrleiter, der beim Einsatz dabei war. Dieses Mal wurden die Kameraden in die „Horst“ gerufen, der Park an der Hecklinger Straße. „Als wir eintrafen,hatte sich die Sache aber so gut wie erledigt“, berichtet Christian Brinse weiter. Es brannte nur noch ein bisschen im Gras, die Sache war schnell unter Kontrolle gebracht. Die Polizei war mit vor Ort.

Auffällig ist, dass dieser Vorfall wieder in die Reihe der Brände in Staßfurt passt, die immer am Wochenende, immer zwischen 15 und 16 Uhr und immer im Innenstadtbereich stattfinden. Das findet nicht mehr nur die Feuerwehr auffällig, sondern auch die Gemeinschaft im sozialen Netzwerk Facebook. „Immer zur besten Kaffeezeit“, wird auf dem Profil der Feuerwehr kommentiert.

Sonntag, 4. März

Ein sehr ähnlicher Brand ereignete sich eine Woche zuvor, am Sonntag, 4. März. Dabei wurde die Feuerwehr um 15.28 Uhr in die Hecklinger Straße gerufen. Dort brannte Gras auf freiem Feld, auf einer Fläche von rund 500 Quadratmeter. Der Brand wurde im Schnellangriff bekämpft. Hierbei ging die Stadtwehrleitung ebenso von Brandstiftung aus, da in dem Moment die Sonne nicht schien und sich das Gras kaum selbst entzündet haben konnte.

Dritte Woche

In der dritten Woche brennt es nun schon am Wochenende in Staßfurt. Zuvor gab es mehrere Vorfälle, die ebenfalls auf Brandstiftung hindeuten, wie der erste Brand am Brandhof am 7. Februar, der zweite Brand wieder dort sowie am Hotel am Stadtsee am 24. Februar sowie der Brand der Trafostation am 23. Februar.

Person beobachtet

Dieses Mal, an diesem Sonntag, sei jemand beobachtet worden, der vom Brandort wegrannte, heißt es im Stadtgespräch. Der Sprecher der Polizei im Salzlandkreis, Marco Kopitz, bestätigt, dass es so einen Zeugenhinweis gab. Die Polizei geht dem nach. Mehr kann der Polizeisprecher aber nicht sagen, außer dass man an der Sache dran ist. Das hat „ermittlungstaktische Gründe“, erklärt Marco Kopitz. Mögliche Täter könnten durch Informationen aus den Medien einen Vorsprung erlangen, entsprechend auf Vernehmungen vorbereitet sein.

Zeugenhinweise

Auch beim zweiten Brand am Brandhof am 24. Februar, hat die Polizei Zeugenhinweise über eine flüchtende Person erhalten. Dass es sich um die gleiche Person handelt, wäre aber reine Spekulation.

"Danke!"

Die Internetgemeinde jedenfalls steht hinter den Kameraden: „Danke, dass es euch gibt“, heißt es dort mehrfach.