Wolmirsleben l Bernhard Pech aus Hecklingen ist wieder Chef der Bürgerinitiative „Bezahlbares Abwasser“, die derzeit rund 649 Mitglieder zählt. Pech hatte die Interessenvertretung Ende 2006 gegründet, musste dann aber im Juni 2015 nach achteinhalb Jahren den Vorsitz aus gesundheitlichen Gründen an Michael Zenker aus Neundorf abgeben.

Pech dankte für das entgegen gebrachte Vertrauen und versprach, weiterhin alles gegen die geplante Einverleibung der vor zehn Jahren zu Unrecht erhobenen Schmutzwassergebühren in Höhe von 2,6 Millionen Euro durch die Städte Staßfurt und Aschersleben und gegen den schon seit vielen Jahren schwebenden Anschlusszwang an die Regenwasseranlage des Verbandes zu tun.

Das gleiche gelte auch für die vom Wasser- und Abwasserzweckverband „Bode-Wipper“ Staßfurt geplante Verschmelzung der beiden getrennten Abrechnungsgebiete. „Das darf nicht zum Nachteil für die Bürger in der Bodeniederung führen. Dafür werden wir kämpfen“, sagte Pech. Er versicherte den Mitgliedern: „Wir werden solange weiter machen bis die Probleme in unserem Verbandsgebiet ausgestanden sind, denn es ist niemand da, der unsere Interessen vertritt.“

Kampf lohnt sich

„Der Kampf lohnt sich immer noch“, meinte Hartmut Wegener aus Borne. Aus diesem Grund habe er sich entschlossen, Mitglied der Bürgerinitiative zu werden, sagte er. Wegener war jahrelang Vertreter der Gemeinde Borne in der Verbandsversammlung des Abwasserzweckverbandes „Bodeniederung“. Er kritisierte, dass die Bürgermeister nicht anwesend waren. „Hier hätten sie sich positionieren können“, sagte er. Rosemarie Schmidt meinte dazu: „Es wäre ihre moralische Verpflichtung gewesen hier zu erscheinen.“

Erwin Meergans lobte den Vorstand: „So wie ihr euch für die Leute einsetzt, ist hervorragend.“ Er frage sich, warum man Regenwasser bezahlen müsse, wenn es ein halbes Jahr lang nicht regnet.

Auf der Mitgliederversammlung am vergangenen Sonnabendnachmittag im Saal des Dorfgemeinschaftshauses „Zum Adler“ in Wolmirsleben, wo die Vorstandswahl anstand, hatte sich Bernhard Pech wieder für die Spitzenfunktion zur Verfügung gestellt und wurde von den anwesenden Mitgliedern genauso einstimmig gewählt wie der gesamte Vorstand. Als zweiter Vorsitzender erhielt Walter Krause aus Winningen das Vertrauen. Christina Kamerau wurde als Schatzmeisterin und Marion Sagert als Schriftführerin bestätigt. Zu Beisitzern wurden Giesela Mekas, Peter Hattwich, Michael Zenker und Helmut Giesecke gewählt beziehungsweise bestätigt. Als Kassenprüfer wurden Margit Brandt und Ute Schulze bestimmt.

Zuvor hatte Rosemarie Schmidt aus Egeln dem Vorstand eine ordentliche Arbeit bescheinigt und den anderen Mitgliedern dessen Entlastung empfohlen. Das passierte einstimmig. Das gleiche galt für die Kassenprüfer Ute Schulze und Margit Brandt, die der Bürgerinitiative und speziell der Schatzmeisterin ordentliche Finanzen bescheinigten.