Bürger können beim Auftakt dabei sein

Der Verein möchte alle Einwohner ermuntern, das grüne Herz Schneidlingens in einer gemeinschaftlichen Aktion zu pflegen und zu reinigen. Diese startet in Kürze und trägt den Namen „Hark the Park“

Eine Vorbesprechung findet am 11. Oktober, 18 Uhr, am Parkeingang, Ernst-Thälmann-Straße statt.

Wer Lust hat, kann an der „Hark the Park“-Aktion am 12. Oktober, 8 Uhr, teilnehmen. Wer möchte bringt eine Astsäge, Handsäge, Handschuhe und weitere Helferlein mit, so der Aufruf.

Wetterbedingter Ausweichtermin ist der 19. Oktober. (ntu)

Schneidlingen l Ein neuer Verein für die Stadt Hecklingen will sich offiziell morgen in einer Woche gründen. Seit knapp drei Monaten laufen Vorbereitungen. Jetzt werden Nägel mit Köpfen gemacht. Der Verein trägt den Namen „Hecklingen gemeinsam Zukunft gestalten.“ Die Mitglieder möchten sich dafür einsetzen, dass Projekte und Vorhaben in der Stadt und damit in allen Ortsteilen, also in Hecklingen, Groß Börnecke, Schneidlingen und Cochstedt, voran gebracht werden, für die der Stadt das Geld fehlt. Hier könnte es beispielsweise um Spielplätze, Kultur Freizeit gehen, also vieles, was das Leben in den kleinen Orten lebenswert macht und machen soll.

Aktuell gibt es sieben Gründungsmitglieder. Erste Kontakte zu bereits bestehenden Initiativen wurden geknüpft, so wurde unter anderem mit Eltern in Cochstedt gesprochen. Sie setzten sich seit über einem Jahr für die Neugestaltung eines Spielplatzes ein und haben auch schon Geld über Sponsoren an Land gezogen.

Verein will helfen

Hier möchte der Verein beispielsweise unterstützen, indem er hilft, wenn es um die Beantragung von Förderungen geht, das am Ende noch mehr Geld für Vorhaben zur Verfügung stehen.

Bilder

Aber die Initiatoren möchten auch selbst mit anpacken. Modern und frisch klingt der Name einer ersten Auftaktaktion, die am Sonnabend in einer Woche, also am 12. Oktober startet. Unter dem Motto „Hark the Park“ wollen sie dazu beitragen, den traditionsreichen aber verwilderten Park in Schneidlingen wieder auf Vordermann zu bringen. Denn die Grünfläche an der Wasserburg birgt Potenzial.

„Aufgrund dessen, dass die Stadt aktuell kein Geld für die Pflege von Grünflächen ausgeben darf, ist der Park in Schneidlingen komplett verwildert. Das Interesse der Bürger von Schneidlingen, den Park wieder zu einem Ort der Gemeinschaft werden zu lassen ist sehr groß“, weiß Ortsbürgermeister Martin Zimmermann. Egal ob für Senioren, die sich dann auf neu platzierte Bänken treffen können, ob Jugendliche und Kinder, die mir ihren Bikes über eine BMX-Strecke fahren oder man mit seinem Vierbeiner auf der Wiese spielt - all das könnte möglich gemacht werden.

Ein wichtiger Schritt

Zimmermann, der auch Mitglied im Verein ist und zu den Gründern zählt, erklärt, dass es dem Verein darauf ankommt, dass alle wieder gemeinsam Freude am Park haben sollten Vielleicht könnte sogar jedes Jahr ein großen Fest im Park gefeiert werden. „Der Park ist ein wichtiger Schritt, um die Lebensqualität in Schneidlingen zu verbessern und Jung und Alt an einem Ort zu ziehen, an dem man gemeinsam Spaß haben kann“, ist Zimmermann sicher.

Absprachen mit dem Ordnungsamt der Stadt Hecklingen und der Unteren Naturschutzbehörde hat er getroffen und das geplante Vorgehen besprochen.

Denn für den Verein spielt das Thema Naturschutz im Park eine ebenso wichtige Rolle wie auch das Stärken der Gemeinschaft. Aus diesem Grund habe man sich entschieden, nur eine Seite vom Park wieder herzurichten. Die andere Seite soll naturbelassen bleiben und weiterhin Unterschlupf für alle Tiere und Insekten bieten, heißt es in einer Mitteilung.

Weitere Ideen

Dem Ortsbürgermeister schweben weitere Ideen vor. Vielleicht könnte man mit Einrichtungen wie der Schule oder der Klusstiftung vor Ort Gespräche führen und sie in das Vorhaben involvieren.“Wir benötigen zum Beispiel noch Fledermauskästen oder Nistkästen für Vögel“, sagt er.

Diese und viele weitere Ideen schweben den Vereinsmitgliedern vor. Der Vorsitzende des Zukunftsvereins ist der Schneidlinger Marco Berger. „Unser Verein wird von dem grundsätzlichen Gedanken getragen, Probleme anzugehen. Der Zweck konzentriert sich auf die gemeinsame Zusammenarbeit zwischen den Generationen. Wir wollen den demografischen Wandel gestalten“, sagt er. Die Idee dahinter sei, so viele Bürger wie möglich anzusprechen, dass sie dabei sind, Hilfe geben und annehmen, das könnten ältere wie junge Leute sein, so Berger. Er und seine Mitstreiter sind jetzt auf der Suche nach weiteren Leuten, die Ideen haben oder mitmachen möchten oder selbst für eine Einrichtung oder ein Vorhaben aktiv sind. Gemeinsam könnten alle voneinander profitieren. Den Ehrenamtlichen ist es wichtig, zu schauen, welche Fördermöglichkeiten es für wen gibt und was möglich sein kann, sagte Berger.

Viele Recherchen wurden dahingehend schon in Angriff genommen. „Unser Verein soll Mut machen, Erfahrungen bündeln und einen Austausch zum Vorteil aller möglich machen“, sagt er.

Weitere Infos auch im Internet unter www.fv-hecklingen.de