Staßfurt l Ciech Soda Deutschland bereitet den Bau einer Lärmschutzwand am Sodawerk in der Athenslebener Straße vor. „Bei den Abstelltagen Ende des Monats wollen wir die Voraussetzungen dafür schaffen, dass die Wand gebaut werden kann“, sagt Werksleiter Frank Pommerenke im Volksstimme-Gespräch.

Maschinen fahren runter

Am 27. Mai werde der Betrieb demnach komplett herunter gefahren. Bis zum 1. Juni wird die Zeit genutzt, um umfangreiche Reiningungs- und Installationsarbeiten, Wartung und Service vorzunehmen. In diesen Tagen, so die Werksleitung, erhöhe sich das Verkehrsaufkommen rund um das Werk. Man rechne mit zeitweise mehreren hundert zusätzlichen Arbeitern auf dem Gelände. Die Leitung bittet dafür schon jetzt um Verständnis.

Eine Maßnahme während der Abstelltage ist, dass die Kühlwasserleitungen am Athenslebener Weg so umverlegt werden, dass an der Straße Platz dafür ist, die bestehende Lärmschutzwand weiter in Richtung Stadtmitte zu ziehen. Einige der massiven Kühlwasserohre ragen sehr weit an die Grundstückgrenze.

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Leitung erhofft sich deutliche Effekte

Eine Alternative zur Versetzung gebe es nicht, weil man mit der Wand sonst in den Bereich der Grundstückgrenze und der Straße gekommen wäre. Wenn die Arbeiten ausgeführt sind, dann könne im zweiten oder dritten Quartal mit dem Bau der Wand begonnen werden. Die Leitung ist überzeugt, so in einer früheren Ankündigung, dass Wand, als Verlängerung der bestehenden, „deutliche Effekte“ bringen wird.

Die Lärmschutzwand ist nur ein Teil eines großen Maßnahmepaketes, dass Ciech Soda Deutschland an seinem Staßfurter Standort anschiebt. „Wir sind uns unseres Standortes in der Stadtnähe bewusst. Aus diesem Grund wollen wir Sorge tragen, dass wird gut mit unseren Nachbarn zusammenleben“, sagt Prokurist Rafael Siegmund. Allein für die Lärmschutzwand investiere man rund 300.000 Euro. Insgesamt gehe es in die Millioen. Sicherlich könne man bei einem rund um die Uhr produzierenden Werk Lärm niemals ganz ausschließen. Allerdings habe das Unternehmen bereits früh seine Verantwortung erkannt, dass zu einem Standort mit Investitionen und moderner Ausrichtung auch ein konsequenter Lärm- und Umweltschutz gehöre. Deshalb habe man verschiedene Schritte eingeleitet. So wurden in der Produktion Prozesse so optimiert, dass sie leiser vonstatten gehen.

Kontakt zu Anwohnern bei Treffen

Auf dem Gelände der Kraftwerksgesellschaft, die zum Sodawerk gehört, sind in Richtung Neustaßfurt, Löderburg und Hecklingen neue Bäume gepflanzt worden (Volksstimme berichtete). Hier gibt es auch auch Nachbarn, Anlieger aus dem Wohngebiet Knappenweg, Kumpelstieg, Steigerweg und Bergmannstraße, in unterschiedlichen Aktionen mehr Ruhe forderten. Inzwischen stehe man in engem Kontakt und spreche über alle Lärmschutzmaßnahmen miteinander.

Ihnen konnte Werksleiter Frank Pommerenke auch berichten, dass zuletzt verschiedenen Rohrleitungen neu isoliert worden sind. Außerdem auch die Ofenköpfe. „Wir haben diesen Schallschutz an einem der Öfen getestet. Die Aktion hat sich bewährt, so dass wir jetzt alle Köpfe so umgebaut haben“, so der Werksleiter.

Ciech Soda Deutschland ist überzeugt, dass die Maßnahmen erste Erfolge zeitigen. Auch Anwohner bestätigen das bereits.