Westeregeln/Hakeborn/Etgersleben l Aufgrund von kontroversen Diskussionen wegen der Öffnung der Kindertreffs in der Gemeinde Börde-Hakel meldet sich Bürgermeister Axel Großheim zu Wort, um eine Klarstellung vorzunehmen.

„Grundsätzlich sind Öffnungen der Kindertreffs in den Gemeinden des Landes Sachsen-Anhalts möglich, so auch in den Einrichtungen der Verbandsgemeinde Egelner Mulde. Die Öffnung setzt natürlich die Einhaltung aller Hygieneregeln voraus. Das wird in den Treff‘s der Gemeinde gewährleistet und regelmäßig kontrolliert“, betonte der Bürgermeister auf der Internet-Homepage der Verbandsgemeinde Egelner Mulde.

Landrat Markus Bauer (SPD) habe in einem Schreiben über einen besorgniserregenden Trend im Jugendamt des Salzlandkreises informiert. Danach sei die Zahl der Kinder, die in Obhut genommen werden müssen, merklich gestiegen. Der Landrat habe die Bürgermeister deshalb darum gebeten, die Möglichkeit, die die Landesregierung mit der weiteren Öffnung von Einrichtungen für Kinder und Jugendliche erlaube, als eine Reaktion auf diesen besorgniserregenden Trend zu nutzen. Das gelte auch dann, wenn das vielleicht schwer mit der Schließung von Kindertagesstätten und Schulen zusammenpasse.

Alle Entscheidungen abgestimmt

„Nach einer Beratung mit der Verwaltung und den Bürgermeistern der Mitgliedsgemeinden der Verbandsgemeinde Egelner Mulde habe ich entschieden, einer Öffnung der Kindertreffs in der Gemeinde Börde-Hakel zuzustimmen. Auch die Gemeinde Borne sowie Bördeaue haben zurzeit alle Kindertreffs in Tarthun und Unseburg geöffnet“, teilte Bürgermeister Axel Großheim mit.

Im Ortsteil Westeregeln sei der Kindertreff aktuell geöffnet. In den Ortsteilen Etgersleben und Hakeborn sei geplant, dass die Kinder dort ab dem 1. Februar wieder eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung finden und sich bei Einhaltung der von der Landesregierung vorgegebenen Hygieneregeln mit anderen Kindern treffen und spielen können. „Alle Entscheidungen“, so betonte das Ortsoberhaupt, „werden natürlich mit den Betreuern der Treff‘s abgestimmt.“

Laut der aktuellen Verordnung des Landes Sachsen-Anhalt über Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus vom 8. Januar dürfen Angebote der offenen Kinder- und Jugendarbeit, der Jugendsozialarbeit und des erzieherischen Kinder- und Jugendschutzes für den Publikumsverkehr geöffnet werden, wenn sichergestellt ist, dass die allgemeinen Hygieneregeln und Zugangsbegrenzungen eingehalten werden.

Diskussionen gab es Anfang der Woche auch als Bördeaue-Bürgermeister, Peter Fries (CDU), verkündet hatte, dass er die Möglichkeit der Öffnung der Kinder- und Jugendtreffs in seinem Dorf nutzen werde, die die Landesregierung erlaubt.