Staßfurt l Das 40. Salzlandfest mit großem Umzug wird auf das Jahr 2021 verschoben. Darauf haben sich Oberbürgermeister Sven Wagner, der zuständige Fachdienst Schule, Jugend und Kultur sowie das Salzlandcenter als Mitveranstalter verständigt.

Wie die Stadtverwaltung am Montag mitteilte, sei die Verschiebung des Salzlandfestes auf Grund der Verordnung zur Durchführung von Großveranstaltungen alternativlos.

„In der Hoffnung, dass die Verordnung gelockert werden würde, hatten wir mit der Entscheidung noch etwas gewartet“, erklärt Oberbürgermeister Sven Wagner, „Jetzt müssen wir aber Nägel mit Köpfen machen und klare Aussagen treffen. Die Schausteller, Künstler, Vereine und alle anderen Mitwirkenden brauchen Planungssicherheit.“

Für Volker Schilling „war das zu erwarten. Wir können das auch nicht ändern.“ Der Chef vom Salzlandcenter rechnete allein nach dem großen Umzug mit 1000 Besuchern auf dem Platz – die Mindestanzahl, mit der die Bundesregierung Großveranstaltungen in Coronazeiten bislang definiert. Und diese Großveranstaltungen sind nach wie vor bis 31. August untersagt.

Auch bei der geplanten RTL-Party ist Schilling von Besucherzahlen in vierstelliger Höhe ausgegangen. „Ich denke, das war jetzt die richtige Entscheidung. Im nächsten Jahr wird das 40. Salzlandfest dann eben etwas größer gefeiert.“

Die Verantwortlichen bedauern die Verschiebung des Festes. Sie bedanken sich bei allen, die bereits Vorbereitungen für das Salzlandfest oder für die Teilnahme am Umzug getroffen haben.

Für das Staßfurter Jubiläumsfest wurde nun das dritte Juni-Wochenende 2021 als Termin festgehalten.

Ebenfalls verschoben werden muss die große Strandbadsause, die für den 28. Juni geplant war.

Über die Durchführung der Dorf- und Heimatfeste in den Staßfurter Ortsteilen wird am Donnerstag in der Ortsbürgermeister-Dienstberatung gesprochen, kündigt die Verwaltung an. Einige Festkomitees haben ihre Veranstaltungen bereits im Vorfeld abgesagt beziehungsweise orientiert, sie auf ein späteres Datum in diesem Jahr oder auf 2021 zu verlegen.

Der Gewerbeverein Staßfurt hält derweil einen Ersatz für das ausgefallene Kirschblütenfest am Stadtsee für sehr fraglich. Es mache im Moment einfach keinen Sinn, solche Veranstaltungen zu planen, ließ Vereinsvorsitzender Ronald Teßmer wissen.

In dieser schnelllebigen Zeit wolle er noch nicht mal einen Blick bis zum November wagen. „Mal sehen, was uns der Sommer bringt“, beantwortet Teßmer pragmatisch die Frage, ob der Verein bereits mit „Staßfurt in Flammen“ plane.

„In der Hoffnung, dass uns das Coronavirus bis dahin verlassen hat, darf sich Staßfurt im Dezember auf ein Highlight freuen“, macht der Vereinschef aber doch noch optimistisch neugierig – ohne weitere Details zu verraten. Nur noch so viel: Mit dem Weihnachtsmarkt habe das dann nichts zu tun.