Hakeborn l Wie geht es weiter mit dem Wappen für die Gemeinde Börde-Hakel? Sie ist neun Jahre nach ihrer Gründung weiter die einzige Kommune im Salzlandkreis, die nicht über ein solches Hoheitszeichen verfügt.

Der Vorsitzende der Fraktion Freie Wählergemeinschaft Westeregeln, Jörg Zielke, Ralf Diesing (CDU) und SPD-Fraktionschef Manfred Püchel wollen in dieser Angelegenheit noch einmal einen neuen Anlauf unternehmen und sich noch einmal mit dem Wappenexperten des Landeshauptarchivs in Verbindung setzen. Das kündigte Zielke in der jüngsten Ratssitzung im Schulungsraum der Feuerwehr Hakeborn an.

Andere Variante

Das hatten sie bereits Ende des vergangenen Jahres getan und danach dem Gemeinderat einen Entwurf präsentiert und zur Abstimmung gestellt. Da gab es nur eine Enthaltung von Bürgermeister Axel Großheim (parteilos), der eine andere Variante favorisierte. Damit hatte man sich nach rund zweijähriger Diskussion, die der Bürgermeister nach seinem Amtsantritt in Gang gesetzt hatte, auf ein Wappen für die Großgemeinde verständigt.

„Fast alle in diesem Raum finden sich in diesem Wappen wieder. Wir sollten froh sein, dass wir dazu gekommen sind, besonders uns darüber abzustimmen“, sagte Püchel damals. Er freut sich darüber, dass in das neue Hoheitszeichen der Gemeinde Börde-Hakel auch der Pelikan aus dem Etgerslebener Ortswappen Aufnahme gefunden hat. Ursprünglich wollte der Heraldiker Jörg Mantzsch, den der Bürgermeister Anfang 2017 mit der Vorlage eines genehmigungsfähigen Wappens beauftragt hatte, den Vogel nur mit drei Federn darstellen. Den Pelikan selbst würde man in dem aus dem Wappen abgeleiteten Dienstsiegel der Gemeinde nicht erkennen, argumentierte Mantzsch damals.

Das ließ Zielke nicht gelten. „Man sieht den Pelikan gut, auch im Stempel“, sagte er. Das sei heute mit der modernen Lasertechnik kein Problem, so der Fraktionschef. Doch seine Vorlage, zu der auch noch eine Fahne gehörte, war bei der Kommunalaufsicht auf Ablehnung gestoßen.

Frage nach dem Sinn

In der jüngsten Ratssitzung wollte Großheim deshalb wissen, ob er den vorliegenden Entwurf entsprechend den Hinweisen des Landeshauptarchivs beziehungsweise der Kommunalaufsicht von Mantzsch überarbeiten lassen soll, der für die Gemeinde bereits mehrere Varianten kreiert hatte.

Bei ihm sei etwas drin gewesen, was man nicht wollte, sagte Zielke und fügte hinzu: „Ich weiß nicht, ob es sinnvoll ist ein Wappen zu haben, das wir nicht haben wollen.“ Ansonsten müsse man das Wappen der ehemaligen Verwaltungsgemeinschaft Börde-Hakel nehmen.

Dabei handele es sich um ein Pferd mit drei Rosen, sagte der Bürgermeister. Inzwischen fliege das Pferd nicht mehr wie früher, sondern stehe auf einem Berg.

Manfred Püchel kritisierte Axel Großheim noch einmal dafür, dass er den Gemeinderäten im Frühjahr das Schreiben der Kommunalaufsicht, in dem eine Anhörung zu diesem Thema angeboten wurde, erst zugesandt hatte als der Termin abgelaufen war. Deshalb habe es keine Reaktion der Gemeinde gegeben. „Ich war entsetzt. Das habe ich ihnen wirklich übel genommen. Dafür spreche ich ihnen mein Misstrauen aus. Das darf nicht passieren“, sagte der SPD-Fraktionschef.